Druckschrift 
Suppl. 1 = 5 (1842)
Seite
82
Einzelbild herunterladen
 

82

Buchner Bucliwaltl.

Büchner, die Herren von.

Dieses Geschlecht erhielt im Jahre 1470 einen Wappenbrief vomKaiser Friedrich III. und im Jahre 1554 vom Kaiser Karl V. einenAdelsbrief. Ursprünglich gehört diese Familie Kursachsen an, sie hatsich aber auch in mehreren andern deutschen Ländern verbreitet. HinMajor v. B., Bitter des St. Heinrichsordens, ist bei dem jetzt preuss.Städtchen Ilerzberg ansässig und Führer des lten Aufgebots vom 3tenBat. des 32sten Landwehrregiments. Besonders ist noch August v. B.anzuführen, der als kurs. Oberstlieutenant, Zeug- und Baumeister,auch Amtshauptinann und Commandant von Senftenberg eine Erneue-rungsurkunde seines Adels erhielt, sein Sohn Benjamin v. B. starb1756 als General-Major und Commandant der Feste Sonnenstein.

Bochow, die Herren von.

Kaiser Maximilian I. erhob den Heinrich v. B. zu Stralsund inden Ritterstand. Claus v. B., auf Waschkau, war Herzog Philippsvon Pommern Kämmerer. Hennig v. B. starb 1694 auf der Univer-sität zu Halle und Balthasar v. B. pflanzte mit Katharina v. Kahlensein Geschlecht fort. Dennoch scheint das Geschlecht erloschenzu sein.

Buchs, die Herren von, I. Bd. S. 324.

Der erste von Buchs war Daniel, geh. 1676, gest. 1735. SeinSohn, der von uns erwähnte Daniel, erwarb die Güter Schildau, Bo-berstein u. s. w. Er war mit einer von Beuchel aus dem Hause Sei-fersdorf vermählt, aus welcher Ehe ein Sohn und drei Töchter ent-sprossen , welche an die v. Richthofen, v. Schweinichen und v. Uecli-tritz vermählt wurden. Das Handlungshaus ist nun ganz erloschen.

Buchta, die Herren von.

Die edlen Ritter v. B. (auch oft Büchten genannt) zählt Lncaezum Adel der Fürstenthümer Oppeln und Ratibor. Von ihren Nach-kommen waren aber auch mehrere in Niederschlesien begütert.Heinrich v. B. und Buchtitz besass Hohen-Giersdorf, Zützendorf u. s. w.er war 1599 furstbischöll. Hofrichter in Neisse. Joachim v. ß. undBuchtitz auf Preschina u. s. w. war kaiserl. Geh.-Rath; jung an denHof des Kaisers Rudolph II. gekommen, hatte er gegen die Türkentapfer gefochten; nachmals wurde er zu Gesandtschaften in Russland undin der Türkei verwendet. Er war mit einer v. Reibnitz aus demHause AVederau vermählt und starb als der letzte seines Stammes inSchlesien im Jahre 1613, dagegen blüht in Sachsen nocl) ein Zweigdes Hauses fort, wo namentlich Christoph Erich v. B. als fürstl. Sach-sen-Zeitzischer und nachmals landgräll. Hess. Hofrath im Jahre 1723vorkommt. Die v. B. führen oder führten im rothen Schilde eine sil-berne Pfeilspitze mit zwei Haken. Auf dem gekrönten Helme stehtzwischen einem rothen und einem silbernen Biiifelhorn ein Pfauenschweif.Decken roth und silbern. Sinap, I. Bd. S. 302 u. II. Bd. 534.

Buclivval.il, die Herren von.

Diese Familie führte früher den Namen von Bockwald, sie stammtaus Holstein, von wo sie sich nach Mecklenburg und Schlesien ge-