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Bentheim — Bercnwoldc.
Steinberg. — Nachdem aber seine erste Gemahlin im Jahre 1773 ge-storben war, ging er in dem nämlichen Jahre mit dem Charaktereines Oberst-Lieutenants in kaiseil. russ. Dienste, in welchem ihmdie verewigte Kaiserin Katharina ein Corps Kosaken anvertraute, dieer gegen den Rebellen PugatscheiF anführte. Nach Beendigung die-ser Expedition ward er bei dem Narva'schen Kegimente, in der Folgebei noch verschiedenen andern Regimentern, und zuletzt als Obersterbei dem Kiow'schen Kegimente angestellt, welches er mit Ruhm inPolen anführte. Wegen seines tapfern Verhaltens bei dem Orte Mir,wo er den linken Flügel der Truppen commandirt hatte, erhielt ermit einem schmeichelhaften Schreiben der IVlonarchin den heiligenWladimir-Orden. (In London Chronicle vom 20. Febr. 1S07 wirdnoch angeführt: dass General v. B. seine militärischen Talente auchbesonders in Persien gezeigt, dass er bei der polnischen Revolutionim Jahre 1794 Wilna mit Sturm eingenommen und sich zuletzt mitdem Fräulein v. Andzeykienig, einer jungen Polin von ausgezeichne-ter Schönheit, vermählt habe.) Bei verschiedenen andern ihm zurKhre gereichenden Auszeichnungen beschenkte ihn die Monarchin mitzwei Gütern. Er avancirte in der Folge bis zum General der Caval-lerie. Im Jahre 1799 war ihm die Civil- und Militair-Gouverneur-stelle von Litthauen anvertraut worden. Nach der Schlacht von Eylauerhielt er den St. Andreas-Orden. Schon früher waren ihm der St.Alexander-Newsky-Orden , der St. Annen-Orden, der St. Georgen-Orden 2. Classe und der königl. preuss. schwarze und rotlie Adler-Orden verliehen worden. — Der einzige Sohn jenes russischen Feld-herrn stand ebenfalls in russischen Diensten.
Bentheim, die Herren von, Bd. I. S. 209.
Das Wappen dieser Familie von einem Sohne des genanntenv. B., der jetzt Remonte - Inspector in Preussen ist, zeigt im 1.—4. Felde den goldnen Anker in blau, welcher auf eine Abstammungvon den Gr. B. schliessen lässt; im 2. u. 3. silbernen Felde einenLöwen mit einem Schwerte in der Pranke. Auf dem Helme ein Man-nesrumpf, eine Binde um den Kopf, in der Rechten ein Schwerthaltend.
Beöczy, die Herren von.
Der aus einer altadeligen Familie in Ungarn stammende kaiserl.Österreich. Major im Husaren - Regimente Erzherzog Ferdinand v. B.vermählte sich mit einer Tochter des verstorbenen General-Lieute-nants und Gouverneurs von Glatz, v. Favral. Aus dieser Ehe istEmmerich v. B., k. k. Lieutenant im 1. Ilusarenregimente, vermähltmit einer v. Rieben aus dem Hause Kutschebornitz.
Berenwoldc, die Herren von.
Dieses altadelige Geschlecht, aus welchem schon im Jahre 1294Theodor v. B. miles auf Geseritz in einer Rathenours-Urkunde vor-kommt, besass Krafthagen bei Bartenstein in Ostpreussen. Zuerstkommt Siyismund v. B. vor, seine Söhne, Andreas und Jobst v. B.,waren beide mit Töchtern aus der Familie v. Kalkstein vermählt.Zuletzt kommt noch ein Fabian v. B., mit einer v. Fröbner und Si-gismund v. B. mit einer v. Hohendorf vermählt, vor.