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4 (1842) P - Z
Entstehung
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84
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84 RbauRlicina-Wolbeck.

in neuester Zeit durch die wesentlichen Dienste ausgezeichnet, wel-che dasselbe als Oflici'er des Generalstabes dem Infanten Don Carlosmit aulopfernder Treue geleistet hat. Diese Familie, von der mehrereAeste in Curland blühen, führt im gespaltenen silbernen und rothenSchilde zwei goldene Hämmer (Bergwerkshämmer), über's Kreuz ge-legt, umgeben von einem Rosenkränze. Auf dem Ilelnie wächst einPfauenschweif, belegt mit dem erwähnten Helme. Die Decken sindsilbern und roth. (Siebmacher V. Th. Nr. 163, Klüver S. 642, GauheI. Th. S. 1375, Micräl. S. 519, Muszhard S. 437, Zedier XXXI. 11.S. 1039, Vanselo Heldenregister S. 400.)

Rbau, von.

Arn 14. November des Jahres 1839 erhob der König Friedrich Wil-helm III. den Lieutenant Carl Julius C&iat R. auf lloiuolten bei Lyckin Ostprcussen in den Adelstand. Ihm wurde zugleich die Erlaubnissertheilt, den Namen und das Wappen seines Adoptiv-Vaters, des Itectorsv. Gulowski, anzunehmen und sich IL v. Gutowski nennen und schrei-ben zu dürfen.

Rbeina-Wolbcck, Fürst von.

Se. Majestät der König Friedrich Wilhelm IV. erhob bei der Hul-digung in Berlin am 15. October 1840 den Grafen Lannoy zum Fürstenvon R.-W. in Weslphalen, mit einer Virilstimme auf den Landtagen.Dieser Graf von Lannoy, heutiger Fürst von R.-W., ist ein Sohn desMalteser-Ritlers Florent, Grafen von Lannoy-CIervaux, früher Capitainim Dienste des Königs Ludwig XVI., und der Fürstin Clementine vonLooz-Corswarem, ältesten Tochter des am 30. Uctober 1827 ver-storbenen Herzogs Arnold von Looz-Corswarem, Fürsten von 11.-W.Der Ursprung des Hauses Lannoy verliert sich in die früheste Zeit.Dasselbe war schon im zehnten Jahrhundert bekannt und blühete be-sonders im vierzehnten und sechszehnten. Seine Aeste verbreitetensich in Italien, Spanien, Frankreich, in den Niederlanden und Hol-land. Es zählte 16 Ritter des goldenen Vliesses, unter ihnen dreiBrüder zu gleicher Zeit, ein Umstand, welcher in der Geschichte die-ses Ordens nicht wieder vorkommt. Zugleich waren diese 16 RitterBesitzer grosser Herrschaften und haben theils als grosse Krieger,theils als hohe Staatsbeamte zum Glänze der Häuser von Oeslreich,Spanien und Burgund, in deren Dienste sie standen, viel beigetragen.Unter ihnen ragt vor Allen der berühmte Carl von Lannoy, Vice-Königvon Neapel, Prinz von Sulmone, Generalissimus der Armee KaiserCarls V., hervor, welcher in der Schlacht bei Pavia den König vonFrankreich, Franz I., besiegte, der, als er zum Gefangenen gemachtund ihm der Degen abgefordert wurde, erklärte:man rufe mir Lan-noy, den bravsten und berühmtesten Ritter des feindlichen Heeres. Erallein ist würdig, den Degen des Königs von Frankreich in Empfangzu nehmen." Der Graf von Lannoy erschien und gab dem Könige denDegen mit den Worten zurück:Ks ziemt sich nicht, den König vonFrankreich zu entwail'nen." Auch begleitete er den König in die Ge-fangenschaft nach Madrid und später, als der Friede geschlossen war,nach Frankreich, wo ihn der König mit seiner innigsten Freundschaftbeehrte. Dieses Haus zählt auch noch mehrere Ritter anderer hoherOrden, z. B. das der vier deutschen Kaiser und die Prinzen von Sul-