Kroeclier.
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gen Fräuleinstifte zugehörend. Jedoch finden sich darüber keine wei-tern Beweise, als die Aehnlichkeit des Namens und dass die v. Kroe-clier noch bis zum 14. Jahrhunderte Besitzungen in der Nähe hatten.Zu den bedeutenden Besitzungen der sehr alten Familie gehörten dieSchlösser zu Beetzendorf, Kalbe, Kruncke und eine Burg zu Schwarz-holz, von diesen verloren sie zuerst Beetzendorf gegen die Markgra-fen von Brandenburg, die es ihnen abnahmen und die Familie v. Schu-lenburg damit beliehen. Nach den meisten Nachrichten geschah diesim Jahre 1204 unter Markgraf Otto II. Andere wollen es indessenwahrscheinlicher linden, es sei unter der Regierung Albrecht des Bä-ren 1170 geschehen, als dieser mit dem wendischen Fürsten Zazko,der kurze Zeit Salzwedel inne hatte, im Kriege begriffen war. Aberhundert Jahre später wurde 1324 das Schloss Kalbe mit 21 Dürfernan Albrecht v. Alvensleben verkauft. Zu welcher Zeit indessen dieFamilie die übrigen Besitzungen in der Altmark veräussert hat, istungewiss und nur soviel bekannt, dass diese sehr bedeutend gewesensein müssen, wie verschiedene Nachlichten, noch einige vorhandeneAfterlehen und einige alte Stiftungen ergeben, wie z. B. die Stiftungaus dem Jahre 1340, wonach für 80 Kirchen in der Altmark und dasganze Herzogthum Lüneburg freie Oblaten geliefert werden.
Auf welche AVeise die Familie in der Priegnitz ihre Güter er-worben, darüber haben sich bis jetzt noch keine Nachrichten auffindenlassen, es ist indessen wahrscheinlich, dass sie auch hier mehr begü-tert, als jetzt, gewesen ist; wenigstens weiss man bestimmt, dass siefrüher das Amt Dreetz besessen, und in Pritzwalk sind noch alte Af-terlehen vorhanden, woraus sich doch muthmaassen lässt, dass siemehr in der Nähe begütert gewesen.
Bei einem Brande in Wusterhausen an der Bosse verbrannten alleFamilien-Docuinente, wesshalb Alles, was noch ferner gesammelt wer-den konnte, sich nur auf einzelne Personen der Familie bezieht.
Als der älteste Ritter dieses Geschlechts, von dem man mit Ge-wissheit etwas anführen kann, wird Johann v. K. verehrt, welcher imJahre 1270 sowohl in Gerken's Urkunden, als nach Gaulle in einemKaufbriefe von 1274 als Zeuge aufgeführt wird. Er ist wahrscheinlichder Vater von Heinrich und Droisechc , Gebrüder v. Kroeclier, von de-nen sich der Letztere, welcher nach dem halberstädtischen Lehnsregi-ster eigentlich Johann geheissen, daneben aber den Beinamen Droi-seche geführt hat, besonders ausgezeichnet hat. Er gehörte nämlichzu den vier Rüthen, welche nach dem Ableben des Markgrafen Her-mann 1307 die Vormundschaft über den minderjährigen ErbprinzenJohann führten, späterhin jedoch von dem Markgrafen Waldemar ver-trieben und in Mecklenburg bei Heinrich dem Löwen Schutz suchenmussten. Die vier Räthe wurden indessen in ihre Besitzungen wie-der eingesetzt, und Broisecl;e v. K. bekleidete, nach Aussage spätererUrkunden, um das Jahr 1316 das Truchsess - Amt, das zur damaligenZeit das angesehenste der Holämter war. Seine Söhne verkauften am1. Mai 1324 dem Ritter Albrecht v. Alvensleben das Haus Kalbe mit21 Dörfern, Mühlen und allem Zubehör.
Die Familien-Stammtafel benennet hierauf die Nachkommen, wel-che mehr oder weniger öffentlich bekannt worden sind, und insbeson-dere ist ein Lohhc v. K. auf Lohme aus dem 16. Jahrhunderte aufge-zeichnet worden, woraus sich folgern lässt, dass schon in sehr früherZeit diese bedeutende Besitzungen zur v. Kroecherschen Familie ge-hört haben.
In anderer Zeit hat sich unstreitig am meisten hervorgethan GeorgVollrath von Kroeclier. Er ward am 23. April 1678 zu Dreetz, einemdamaligen Familiengute in der Umgebung von Wusterhausen an der
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