Wimmersberg — Winckclmann. 339
sehen. — Diese Familie führte ein quadrirtes, silbern und blaues,Schild. In jedem der beiden oberen Felder steht eine Lilie mit ab-wechselnden Tincturen. Eine dritte Lilie, mit demselben Farbenwech-sel, steht zwischen den Feldern i und 4, eine vierte verkürzt auf demHelme. Die Decken blau und silbern.
Wimmersberg, die Freiherren von.
Sie kommen zuerst unter dem Namen Wimmer v. Wimmersbergim Breslauischen vor. — Am dl. Mai 1704 wurde Anton Sebastian inden böhmischen Ritterstand erhoben. — Anton Joseph, Johann Chri-stoph., Lasar Michael und Emannel Ferdinand , Gebrüder v. W., erhiel-ten im Jahre 1761 die freiherrliche Würde. — Gegenwärtig ist derRittersitz Peterwitz bei Ottmachau das Eigenthum dieser Familie. —Gideon Wilhelm, Freiherr v. W., ist zur Zeit Herr auf Peterwitz.
Winanko, die Herren von.
Die v. Winanko und Werthenstein, welche im Jahre 1564 nobilitirtwurden, gehören dem schlesischen Adel an. Jungfeindorf bei Ottma-chau und Niklasdorf im Schweidnitzischen sind alte Besitzungen, undNiskawe im Wohlauschen ein späteres Eigenthum der v. W. — Imsiebenjährigen Kriege standen acht Gebrüder v. W. im Kriegsdienste.Drei von ihnen blieben vor dem Feinde. — Karl Gustav v. W. warMajor und Director der Ingenieur-Akademie in Potsdam. Er starb,rühmlichst bekannt als militairischer Schriftsteller, im Jahre 1790.Der Letzte der Brüder und seines Stammes war der um das Jahr 1822gestorbene Major a. D. v. W., früher im Cadettencorps, auf Niskawe.Er war mit einer v. Lefort vermählt und hinterliess von derselben zweiTöchter, von denen Henriette als vermählte Freiin v. Medem zuBerlin lebt.
Das Wappen dieser Familie ist quadrirt und hat ein Herzschild.Im 1. und 4. goldenen Felde ist ein halber schwarzer Adler, im 2.und 3. rothen Felde ein aufgerichteter goldener Lowe, in den Pran-ken einen blauen Stern haltend. Das blaue Herzschild enthält einesilberne Lilie. Auf dem gekrönten Helme zeigt sich der Löwe mitdem Sterne zwischen zwei schwarzen Adlerfliigeln. Die Ifelmdeckenrechts golden und schwarz, links blau und roth. M. s. Siebmacher, V.S. 50. Sinapius, II. S. 1115.
Winckclmann, die Herren von.
1) Der Rittmeister Christian Friedrich Winckelmann, im RegimenteV. Winterfeldt, erhielt am 14. Januar 1721 ein Adelsdiplom.
2) Michael Johann Joseph Frans Winckelmann zu Cleve wurde am13. Novbr. 1782 in den Adelstand erhoben. — Das ihm beigelegteWappen enthält im goldenen Schilde einen sechseckigen silbernen Sternauf einem Querbalken. Der erste Helm ist mit einem schwarzen Ad-leriiuge, belegt mit einem Winkelinaasse, der zweite mit zwei goldenund schwarz gevierteten Biilfelhörnern, dazwischen eine schwarze Mühl-haue , besetzt.
3) König Fried. W r ilh. II. adelte am 12. Dec. 1786 den Kriegs- undDomainen-Kammerdirector in Pommern, Christian Ludwig Winckelmann.
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