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Wildau — Wildemann.
1500 Herr dieser Herrschaft und mehrerer Güter hei Troppau, na-mentlich des Haltes Hultschin. — Der berühmteste des Geschlechtsist Heinrich Wilhelm, Graf v. Wilczeck, kaiserlicher Feldmarschall; erwar 1005 geboren und brachte im Jahre 17-f^ die reichsgrälliche Würdeauf sein Haus. Seine Nachkommen bilden das österreichische gräflicheHaus, das wieder in zwei Linien zerfällt, von denen die ältere diealten Familienfideicommissherrschaften Königsberg, l'oruba, Gr. Polandu. s. w. in österreichisch Schlesien besitzt. Die freiherrliche Linie inSchlesien, deren freiherrliche Würde auch 17.87 von preuss. Seite an-erkannt worden ist, besitzt Labarid bei Gliewitz und mehrere andereGüter. Das Stammwappen des Hauses ist gleich dem der Freiherrn v.Bludowki, ein rothes Schild, darin ein aufspringender weisser Gemsbock.Er trägt um den Leib eine schwarze Binde mit goldenem Bande, inder Mitte derselben ist ein in Gold gefasster Türkis, in Form einesVierecks angebracht. Auf dem gekrönten Helme steht der Gemsbockverkürzt. — Die von preuss. Seite anerkannten Freiherren v. W r . füh-ren ein gespaltenes Schild. In der rechten silbernen Hälfte steht einnackter Mann, der einen entwurzelten Baum in der Rechten hält; dielinke rothe Hälfte zeigt den oben näher beschriebenen Gemsbock. Diebeiden Helme sind mit den verkürzten Bildein des Wappens bedeckt.
M. s. Sinapius, 1. S. 159. 11. S. 272. Okolski, I. S. 410, 495. II.S. 215. Gauhe, I. S. 2134.
Wildau, Herr von.
König Friedrich II. erhob am 9. August 1778 den Rittmeister imBellingschen Husarenregimente Sigismund Adnm Wildau, der wie einHeid im Treffen bei Gabel gefochten hatte , in den Adelstand.
Wildemann, die Freiherren von.
Der Ursprung dieser Familie Iässt sich nicht mit Gewissheit an-geben; er verschwindet in der grauen Vorzeit und giebt daher demGeschlechte ein ehrwürdiges Alter. Von Alexander v. Wildemann, derals Oberst mit Kaiser Karl V. nach Spanien zog und mit einer Freiinv. Slaupen aus Böhmen vermählt war, stammen die gegenwärtig blü-henden Freiherren dieses Namens ab. — Sein Sohn, Paul v. W., hin-terliess von Gertrude v. Oppen, aus der Mark Brandenburg, zwei Söhne,Heinrich v. W., dessen Nachkommen sich nach Schweden gewendet,und dort ausgestorben sind, und Marlin v. W., der durch Anna v.Hennig die Güter Bersegall und Kook in Liefland erwarb. — Mar-tins ältester Sohn, Johann v. W., kurbrandenburgischer Rath und fiirstLkurländischer Gesandter am Hofe des Königs von Bolen, erhielt am6. Juli 1037 das Indigenat in Kurland, und ward in Hreussen mit deinGute Lindenhof belehnt. — Martins jüngster Sohn, Kaspar v. W.(gest. 1653), erbte von seinem Bruder Lindenhorst, besass Windsheim,Halswighof, .Steinhausen und Keweln in Kurland, und hatte sich mitHildegard v. Nettelhorst vermählt. Aus dieser Ehe entspross nur einSohn, Heinrich v. W., der unter dem Könige Johann III. rühmlichstgegen den Erbfeind focht, und dem Dorothea v. Ascheberg folgendeKinder gebar:
Anna Elisalcth v. W., Gemahlin des Levin v. Trotha-Treyden,Mutter der Herzogin Benigna von Kurland , und Kaspar v. W., Erb-herr auf Steinhausen und Keweln, der sich Dorothea v. Münnich, eine