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4 (1842) P - Z
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Uecliteritz.

wallen in Prenssen, nebst seclis Brüdern vom Könige Friedrich II.unter dem 10. August 1764 eine Erneuerung seines Adels. Am 10.April 1810 wurde jene Confirmation dem Kreisdeputirten v. Tyszkaauf Weischnuren erneuert.

Diese Familie führt im blauen Felde zwei Schwerter; zwischendenselben einen goldenen Halbmond. Dieses Bihf wiederholt sich aufdem mit einem Pfauenschweife geschmückten Helme.

IT.

Uecliteritz, die Herren von.

1) Ein uraltes thüringisches Geschlecht, dessen Stammhans glei-ches Namens bei Weissenfeis liegt. Ausserdem besass es die GüterFreiroda, Liitschene, Medewitsch, Modelwitz, Itoesseln und Spanns-dorf, sämmtlich in dem gegenwärtig preuss. Antheile von Thüringengelegen. Diese Familie erlosch im Jahre 1793 mit Lcbreclit KurlHeinrich v. Uecliteritz.

2) Die Uechtritz v. Steinkirch in der Lausitz und in Schlesien,welche zu dem ältesten Adel daselbst gehören. Ihr eigentlicher Nameist Steinkirch, allein im 13. Jahrhunderte setzten sie demselben nochUechtritz vor. Der Stammvater dieses Geschlechts soll ein vandali-scher Edler gewesen sein, der sich im 8. Jahrhunderte in der Lausitzniederliess und das Stammgut Steinkirch erbaute. Späterhin breitetensich seine Nachkommen in vielen Aesten, auch in Schlesien, aus. Siehatten auch an der Erbauung der Stadt Lauban wesentlichen Antheil,daher dieser Ort auch das Wappen derselben führt. Von den grossenBesitzungen, welche die Familie besass und zum Theil noch besitzt,nennen wir Holzkirch, Tschochau, Goldentraun, früher Seifersdorf,Austen, Baorschdorf, Ebersbach, Froeschen, Fronze, Haugsdorf, Gieb-litz, Golitsch , Goldbach, Krumlinde, Linda, Paulsdorf u. s. w. Nachden ältesten Besitzungen Steinkirch und Holzkirch zerfiel die Familiein zwei Hauptlinien, die später sich wieder in verschiedene Häusertheilten. Die Tschochauer Güter mit Goldentraun u. s. w. gehö-ren gegenwärtig gemeinschaftlich den Brüdern v. U., Söhnen des ver-storbenen Landesältesten Friedrich August v. U., und einer v. Buchs,früher auf Seifersdorf. Friedrich v. Uechtritz und Steinkirch, geb.zu Görlitz am 12. Septbr. 1800, früher Kammergerichts - Assessor inBerlin, gegenwärtig in Düsseldorf angestellt, zeichnet sich als drama-tischer Dichter rühmlichst aus. Er hat unter Anderm iin Drucke er-scheinen lassen: Trauerspiele. Berlin, 1823. Chrysostomus, einDrama. Brandenburg, 1823. Alexanderund Darius, Trauerspiel.Berlin 1827. Ilosamunde, Trauerspiel. Düsseldorf, 1834. Der Va-ter desselben, Joseph Peter v. U., Landesältester und Deputirter beimLandtage, starb im März 1837 zu Breslau. Ein jüngerer Sohn dessel-ben steht als Offizier in der Garde-Artillerie zu Berlin. Zu Rei-chenbach bei Görlitz lebt der königl. Kammerherr v. U.

3) Die uralte adelige Familie v. Uechtritz, vandalischer Abkunft,die von einem Ritter aus dem Gefolge der Herzöge von Böhmen ab-stammt, dem zu derselben Zeit, als dem Stammvater des unter No. 2aufgeführten Geschlechts die Obhut des nördlichen Theils des Queiss-kreises übertragen wurde, die Obhut des südlichen Theiles, des wich-tigen Grenzpasses am Fusse der Tafelfichte, und zugleich der Schutzdes auf einem Felsen des Fliesberges gestandenen Bildnisses des heid-