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Sclilocliow — Sclilotlieim.
Drei Helme bedecken das Schild. Der lste trägt eine grünbekränzte,in Silber gekleidete Jungfrau, in der Rechten eine goldene Krone, inder Linken eine goldene Waage haltend. Der mittlere Helm ist mitvier Lanzen mit Gold nnd blauen Fähnlein besteckt, dazwischen stehtein Januskojif mit blau und schwarzem Helm, und darauf zwei sil-berne Adlerlliigel. Auf dem Bten Helme steht das Brustbild eines ge-harnischten Ritters, in der Rechten das Schwert, in der Linken dasSchild führend. Der Helm desselben ist mit drei Siraussfedern (sil-bern, roth, silbern) geziert. M. s. Gauhe, II. S. 1019 —1035. Zed-ier, 35. S. 197 u. f.
Sclilocliow, die Herren von.
Ein altadeliges Geschlecht in Pommern, das noch am Ende desvorigen Jahrhunderts in dieser Provinz begütert war. Sein gleichna-miges Familiengnt liegt bei Lauenburg, es ist aber schon längst infremden Händen. — Wir linden gegenwärtig keine Mitglieder dieserFamilie weder in den Listen der Administration, noch in denen desHeeres.
Die v. S. führen im blauen Schilde einen Löwenkopf mit eineingoldenen Ringe im Maule, und auf dem Helme drei rothe Rosen anihren Stielen.
Sclilotlieim, die Grafen, Freiherren nnd Herren von.
Die uralte vornehme Familie v. Schlotheim, auch Schlottheim undvormals Sloten, Slothem, Slothiem und auch wohl Slatheim ge-schrieben, Erbtruchsesse von Thüringen, weist durch Urkunden ihreAbstammung von den wirklichen Freiherren des Mittelalters nach.Sie erschien schon im Jahre 934 bei den Turnieren, und besass dasKrbtruchsessamt, wenn nicht schon früher, doch gewiss unter demKaiser Lothar II. im Jahre 1130. Die erste Urkunde ist jedoch ausdem Jahre 1181, wo Heinrich, Graf v. Slotheim, am Hofe Kaiser Frie-drichs I. erscheint. Vom Jahre 1184 besitzt dieses vornehme Ge-schlecht durch 23 Generationen hindurch bis in die Gegenwart einevollkommen documentirte Stammtafel. Im Jahre 1587 (heilte sich dieFamilie in zwei Linien. Der ältere Sohn des Freiherrn Georg Ernstv. S., Heinrich, wurde der Stifter der weissen, Christoph, der jüngereSohn, der der schwarzen Linie. Die Dynasten y. S. besassen im 12.nnd 13. Jahrhunderte die Herrschaft Schlotheim in Thüringen. Siehatten das Recht Münzen zu schlagen, und zählten viele edle Ge-schlechter unter ihren Vasallen. Bis in die Mitte des 14. Jahrhun-derts standen sie in der Reihe des hohen Adels, als langjährige Feh-den ihren Reichthum und ihre Macht erschütterten, und sie genöthigtwaren, ihre Stammherrschaft den Grafen v. Hohnstein zu verkaufen.Von da an wurde der Rittersitz Almenhausen das zweite Stammhausder Familie. Diese Besitzung kam erst am Ende des vorigen Jahr-hunderts aus ihren Händen. Gegenwärtig sind die Güter Auleben undUtleben bei Nordhausen in der Provinz Sachsen, und Wittersheim beiMinden in der Provinz Westphalen, in den Händen der Freiherrenv. S. Von der schwarzen Linie wurde Friedrich Wilhelm, Freiherrv. S., damals k. k. österreichischer Oberst, gegenwärtig Feldmarschall-lieutenant, im Jahre 1811 mit seinen ehelichen Nachkommen vom Kai-ser von Oesterreich in den Grafenstand erhoben. — Gegenwärtig be-steht dieses Haus aus folgenden Mitgliedern: