Sandretzky — Sanitz.
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Sandretzky, die Grafen von.
Eine gräfliche Familie, <lie, wie die v. IlenkoWski, Malaczynskin. s. w., aus dem uralten polnischen llause Korwin und Sokolowskiabstammen. Sie schreiben sich nach ihrem Stammhause Sandraschiit/,in Böhmen Sandretzky und Sandraschiitz, und sind von dort, währendder Unruhen des dreissigjährigen Krieges, nach Schlesien gekommen.Der Erste, welcher sich in dieser Provinz ansässig machte, war Ko-guslav v. Sandretzky. Sein Sohn, Adam Boguslaus v. Sandretzky undSandraschütz, erwarb die Güter Langenbielau und Weigelsdorf imReichenbach-Schweidnitzischen. Er starb im Jahre 1695 und hat vonseiner Gemahlin, Barbara v. Gellhorn und Peterswalde, mehrere Kin-der hinterlassen, welche sämmtlich in den Freiherrnstand erhobenwurden. Von seinen Söhnen war Ilrtns Friedrich, Freiherr v. S., imJahre 1723 Landesältester der Fürstenthümer Schweidnitz und Jauer;er besass Langen-Seifersdorf im Reichenbachschen, Scliwentnig, Prschie-drowitz, Kl. Knignitz und Panthenau im Briegschen. Sein Bruder,Göttlich Ferdinand, Freiherr v. S., war Herr des väterlichen GutesLangenbielau. Sie erwarben auch die Herrschaft Manze, die einzweites Familienlideicommiss bildete. — Am 6. Novbr. 1741 wurdediese Familie in den preuss. Grafenstand erhoben. Sie besitzt auchdas Erb-Landmarschallamt von Schlesien, gegenwärtig bekleidet dieseWürde Graf Erdmann v. S., Majoratsherr auf Langenbielau und Bo-rau, geb. den 22. Juli 1774. Kr ist mit Philippine Sophie Charlotte,Grälin v. Piickler, aus dem Hause Tannhausen, vermählt, aus welcherEhe Söhne und Töchter leben.
Das ursprüngliche Wappen dieser Familie zeigt im blauen Schildeeinen nach der rechten Seite gewendeten Raben, der einen goldenenRing mit einem Diamant im Schnabel hält und auf einem goldenenBerge sitzt. Auf dem gekrönten Helme wiederholt sich der Rabe mitdem Ringe. Die Helmdecken schwarz und golden.
Die heutigen Grafen v. S. führen ein quadrirtes Schild, in wel-chem die silbernen Felder 1 und 4 einen schwarzen preuss. Adler,die goldenen Felder 2 und 3 aber das Familienwappenbild, den Raben,einen goldenen Ring im Schnabel, enthalten. Die drei gekrönten Helmetragen die Raben und den preuss. Adler, der auf dem mittelstenHelme steht. Die Decken und das Laubwerk sind rechts silbern undschwarz, links golden und schwarz. M. s. Sinapius, II. S. 422. Gauhe, I.S. 1478. Neues preuss. Wappenbuch, Bd. I. S. 86.
Sanitz, die Herren von.
Die v. Sanitz, in älteren Zeiten Sanz und Sänzen, gelieren deinalten Adel von Vorpommern an. Ein Zweig hatte sich vor langenZeiten schon in die Neu mark gewendet, wo Braunsfelde und Falken-stein, im Kreise Friedebeig, ein Besitzthum der v. Sanitz war. ihreGüter lagen bei Wolgast. Ein altes Stammgut dieses .Hauses ist derRittersitz Murchin, im Regierungsbezirke Stralsund. Zuerst kommtNicolas v. Sanz um das Jahr 1373 vor. — Aus dem Hause Brauns-felde gelangten zwei y. Sanitz, Vater und Sohn, zur Generalswürde.Der Vater, geb. 1747 zu Braunsfelde, war Oberst und Commandeurdes Regiments Erbprinz z. Hohenlohe in der Rheincampagne, am 25.Mai 1800 erfolgte seine Ernennung zum Generalmajor und Chef deszu Frankenstein in Schlesien garnisonirenden Infanterieregim. Nr. 50.im unglücklichen Feldzuge 1806 wurde er bei Capellendorf verwun-det und gefangen. Im Jahre 1813 wurde er Commandeur der 8. Schle-
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