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Rolir.
ileckt. Auf dem mittelsten ist eine gräfliche Krone mit der silbernenHand angebracht; auf dem lsten Helme rechts zeigt sich ein schwar-zer ungekrönter Adler, auf dem 2ten und 4ten drei Straussfedern, dieäussern silbern, die mittlem schwarz; auf dem 5ten eine goldeneGarbe. Zwei schwarze Greife sind zu Schildhaltern gewählt.
Rolir (Rlior), die Herren von.
Eine uralte und vornehme adelige Familie in Schlesien, Sachsen,Böhmen, Oesterreich, Baiern, Mecklenburg, Braunschweig und derMark Brandenburg. In letztere Landschaft kamen die v. Bohr schongleich nach Vertreibung der Wenden. Der Ahnherr der schlesischenv. R. soll ein tapferer Miles gewesen sein, der die von den Türkenbesetzte Festung Budzin in Croatien eroberte, nachdem er die erstenZiegel aus der Mauer gerissen und zum Andenken an diese AVaHen-that auch die herabfallenden Ziegel ins Wappen erhalten haben soll. —Im Jahre 1481 erbaute Melchior v. Rlior die Kirche zu Medzibor. —Allrocht v. R. war um das Jahr 1619 Landesbestellter der Fiirstentliii-mer Schweidnitz und Jauer und des Herzogs Wenzel Heinrich zuMünsterberg und Oels Comitat Mitgesandter zu Prag. — Aus dermärkischen Familie v. R. war Otto im Jahre 1400 Bischof zu Havel-berg, und ihr gehörte auch Julius Bernhard v. R. vom sächsischenZweige an, der Domherr zu Merseburg war und sich als kameralisti-scher Schriftsteller rühmlichst bekannt gemacht hat. — Im Jahre 1629starb David v. R. als kaiserl. und des Herzogs Wenzel Heinrich zuMünsterberg, Oels und Bernstadt Ober-Amtska'nzler. In Schlesien istdas älteste Stammhaus der v. R. Medzibor. Sie theilten sich späterin die Linien und Häuser Galwitz, Stein, Kunzendorf, Seifersdorf,Dirschwitz, Neudorf, Deutsch-Breyle, Altwasser, Mahlendorf u. s. w.Ausserdem besessen die v. R. Woitsdorf, Mienitz, Gohlau, Schönbank-witz u. s. w. in Schlesien, in der Niederlausitz aber Görna bei Gu-ben. In der Mark Brandenburg sind die Güter Maienburg, Penzlin,Tschernitz, Holzhausen, Rothenmoor u. s. w., in der Altmark Brun,Drialatz, Ganzer, Leddin, Steffin, Tramnitz, in der Grafschaft Ruppin,Wilmersdorf im Kreise Lebus alte Besitzungen dieses Hauses. —Noch gegenwärtig besitzt dieses Haus Güter in den verschiedenenProvinzen der Monarchie, unter andern der Ritterschaftsrath v. R., daserwähnte Tramnitz in dem Regierungs-Bezirke Potsdam. Auch Gan-zer ist wieder an die Familie zurückgekommen, indem Otto v. R. derErbe der v. Wahlen-Jürgas auf Ganzer wurde.
Heinrich Ludtviy v. R. gelangte zur Würde eines Generalliente-nants und Chef eines Dragonerregiments. A'ier andere v. IL gelang-ten zur Würde von Generalmajoren. Von ihnen lebt der Generalma-jor a. D. v. IL, früher Mitglied der Ordenscommission, auf seinenGütern im Regierungsbezirke Potsdam, und der Generalmajor undBrigade-Commandeur v. IL zu Erfurt. — L. v. R., Regierungspräsidenta. D. (früher zu Stralsund), lebt zu Berlin. Ein Bruder desselbenist der Hofrath P. II. v. R. zu Berlin. — In der Armee dienen meh-rere Oftiziere dieses Namens.
Die v. Rohr in Schlesien führen im rothen Schilde sechs goldeneZiegel (3, 2, 1), und auf dem gekrönten Helme zwischen einem sil-bernen und einem rothen Delphine ein Kreuz. Die Helmdecken rothund silbern.
Siebmacher giebt vier verschiedene Wappen der v. R., das obenvon uns beschriebene Bd. I. S. 72, die andern Bd. I. S. 96 und 180.Bd. IV. S. 157. Das Bd. I. S. 96 ist das der baierschen v. R., die