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Röhl — Rölirsclieidt.
drei Helme. Her erste ist der urspriinplicli v. R'sche; auf dem mitt-lem stellt ein gekrönter geharnischter Ritter unten abgekürzt, und injeder Hand, wie auch auf dem Ilaupte, eine mit einem Sterne belegteFahne tragend; der dritte Ilelm aber ist mit sechs Fähnlein besteckt.M. s. Siebinaclier, V. Zusatz S. 1.
Röhl (Rocll), die Hcncn von.
Zwei Briider von Röhl, die aus der Grafschaft Mark gebürtig,jedoch einem aus Schweden, nach Andern aus dem Elsass dahin ge-kommenen Geschlechte angehörten, sind zu höheren militairischen"Würden in der preuss. Armee gelangt. Der ältere, Friedrich Alexan-der v. R., blieb im Jahre 1745 in einem Treffen bei Meissen im 69.Jahre seines Alters als Generaltieutenant und Chef eines Dragoner-regiments. Sein Bruder, Christoph Moritz v. R., früher Besitzer desGutes Dolberg in der Grafschaft Mark, war königl. preuss General-major, früher Commandeur eines Husarenregiments und Ritter desOrdens pour ie merite. Er erwarb in Schlesien das Gut Gr. Reichenbei Lüben, und war mit einer Freiin v. Hock vermählt. Ans dieserEhe war der vor einigen Jahren zu Trebnitz verstorbene Landrathv. R , der zuletzt bei Atuas ein Gut hatte. Seine Gemahlin war eineTochter des verstorbenen Generallieutenants v. Erlach. Vettern des-selben waren der Major Arnold Ludwig v. Röhl, früher in der 2. ost-preuss. Füsilierbrigade, später im 4. Infanterieregimente, der 1813 alsBat.-Connnandeur in der russisch-deutschen Legion gestorben ist, undErnst Adreas v. R., geb. am 29. Juni 1761 zu Bielefeld in Westplialen,der zur "Würde eines königl. preuss. Generalmajors und Inspecteursim königl. Artilleriecorps gelangte, auch das eiserne Kreuz 1. Classeund viele andere Orden auf dem Schlachtfelde erwarb, und nachöOjähriger Dienstzeit am 11. Juli 18o0 zu Breslau starb. Kr hattemit seinem Bruder zugleich eine Erneuerung oder Anerkennung sei-nes Adels im Jahre 1798 erhalten. — Ein Sohn dieses Letzteren istder Major in der Garde-Artillerie und Adjutant Sr. K. IL des PrinzenAugust, E. IC. L. v. R. Er ist mit einer v. Malschitzky vermählt.
AI. s. biograph. Lex. alier Helden und Militairpersonen etc.,B. III. S. 307 und 8.
RöIirsclieidt (Rölirsclieidt), die Herren von.
Eine adelige Familie, der im vorigen Jahrhunderte das Gut Leipeim Fiirstenthnme Neisse zugehörte. Sie erhielt im Jahre 1702 dieBestätigung des Reichsadels und 1729 den höhmischen Ritterstand. —Ein v. Rohrscheidt war Oberstlieutenant und Commandeur des Regi-ments v. Heysing. Von seinen Söhnen starb der eine als Pr.-Lieut.im 19. Infanterieregimente im Jahre 1813 auf dem Felde der Ehre;der ältere aber schied als Rittmeister im 2. Bataillone des 11. Land-wehrregiments aus dem activen Dienste und lebte später in Steinebei Oldau. —■ Siehmacher giebt das Wappen dieser Familie III. S. 65.Eis ist quadrirt und mit einem Herzschilde versehen. Im lsten silber-nen Velde zeigt sich ein schwarzer Adler, im 2ten schwarzen einnackter, unten abgekürzter Alann, mit biegender Hauptbinde, in derlinken Hand einen Stab haltend, im ölen, ebenfalls schwarzen, Feldeein geharnischter Mann ohne Schenkel, in der rechten ein Schwerthaltend, das 4te Feld stellt eine Mauer vor. Auf dem gekröntenHelme wiederholt sich zwischen Adlerlliigeln, von denen der rechte