Druckschrift 
4 (1842) P - Z
Entstehung
Seite
87
Einzelbild herunterladen
 

Rasclian — Hau.

87

und der Gell. Regierungsrath v. R. zu Münster. — Ein Solin des Prä-sidenten starb als Major a. 1). und Landrath zu Torgau, eine Toch-ter war an den Chef-Präsidenten y . Erdmannsdorf vermählt. — InrJahre 1806 standen mehrere Mitglieder dieser Familie in der preuss.Armee.

Pia seil au, die Herren von.

Eine hessische und thüringische, und gegenwärtig auch in dendiesseitigen Staaten begüterte Familie, deren Stammhaus das SchlossWechmar ist. Christoph v. R. auf Priesnitz, Gruitli und Nieder-Pöft-nitz, war 1566 kursächsischer General -Proviantmeister; Statius v. R.starb 1625 als braunschweigisclier Oberst und Amtshauptmann zu Moh-rungen. Gegenwärtig gehört einem v. Raschau das Rittergut Posernebei Weissenfeis. Man iindet nähere Nachrichten über diese Familie inMüllers sächsischen Annalen a. v. O. Gauhe, I. S. 1319.

Rathenow-, die Herren von.

Dieses altadelige Geschlecht gehört den Marken, namentlich derMittelmark, der Uckermark und der Priegnitz an, auch in Mecklen-burg ist es seit Jahrhunderten bekannt. In der Priegnitz sind Pinnowund Möllen, im Ruppinschen l'länitz, und in der Uckermark Metzel-tei alte Besitzungen dieser Familie. Fried. Joachim v. Rathenow, dertapfere Vertheidiger des Feldes von Gräthen (in der Nacht vom 8. bis9. April 1761) starb an seinen dabei erhaltenen Wunden als Oberst. —In dem Feldzuge 1806 starb der Oberstlieutenant und Commandeurdes Infanterieregiments v. Winning, v. Rathenow. In jenem Zeiträumedienten fünf Stabsolliziere dieses Namens in der Armee. — Ein Oberst-lieutenant v. Rathenow besitzt das Gut Biberteich in der Neumark.

Ratschin (Retschin), die Freiherren von.

Dieses alte Freiherrngeschlecht gehörte Böhmen und Schlesien an.In Böhmen besass es bei Kaden im saatzer Kreise die Herrschaft Wil-lomitz, in der Grafschaft Glaz Arnsdorf. Aus diesem Hause war Bar-bara v. Ratschin die Letzte ihres Geschlechtes. Sie vermählte sichmit Kaspar v. Zedlitz auf Tiefhartmannsdorf, Hohenliebenthal u. s. w.,und wurde die Ahnfrau der heutigen Freiherren v. Zedlitz-Neukirch.Ihr Gemahl erbaute, um das Jahr 1660, ihr zu Ehren das kleine DorfRatschin am Fusse des Freudenberges bei Tiefhartmannsdorf. Es istnoch gegenwärtig ein Besitzthum der Familie Zedlitz-Neukirch. DieFreiherren v. Ratschin führten im silbernen Schilde einen schwarzenftuerbalken, und auf dem Helme ein vierendiges silbernes, in derMitte schwarzes Hirschgeweih. Die Decken sind silbern und schwarz.Siebmacher giebt dieses Wappen, I. Th. S. 50. Sinapius, II. Bd. S. 918.

Ran, Herr von.

In dem preussischen Militairdienste stand Karl Ferdinand v. Rau,Major und Dirigent beim topographischen Bureau in Berlin. Er waraus künigl. sächsischen Diensten in die diesseitigen gekommen, undstarb am 4. März 1833 zu Berlin plötzlich. Er hat die Pläne derFeldziige von 1813, 14 und 15, nebst liistor. Erläuterungen und meh-