Pilati — PJrcli.
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Pilati, die Grafen von.
Diese Familie gehört eigentlich den österreichischen Staaten an,wo der Hofkammerrath Juscjili Anton Pilati v. Tassul 1705 Reichsritterund 1710 Reichsfreiherr wurde. — Johann Freiherr l'ilati v. Tassulund Daxberg wurde 1795 in den Grafenstand erhöhen, derselbe er-warb in der Grafschaft Glatz vier Antheile von Schlegel bei Neurode.Er vermählte sich zuerst mit einer Freiin v. Sauerma, und nach de-ren Tode mit einer v. Studnitz.
Pinto, die Grafen von.
Diese gräfliche Familie stammt ursprünglich aus Portugal. EinZweig davon hat sicli im vorigen Jahrhunderte in den diesseitigenStaaten niedergelassen. Es war der aus Piemont gebürtige, in derKriegsbaukunst erfahrene Graf v. Pinto, der um das Jahr 1/70 in dieDienste König Friedrichs Ii. trat und im Jahre 1788 zu Potsdam alsGeneralmajor a. D. starb. Er war mit einer Tochter des verstorbe-nen Geheimen Finanzraths Tarrach vermählt, aus welcher Ehe meh-rere Kinder ihn überlebten. Einer der Sühne, der MaltheserritterGraf v. Pinto, war königl. Kammerherr und handrath in der ProvinzPosen; er besass oder besitzt noch Güter in Schlesien, namentlich ge-holte ihm Mettkau bei Canth. — Ein Bruder, der Lieutenant Grafv. Pinto, stand 180(j bei dem Regimente Prinz Eugen v. WürtembergHusaren; 18-j-f war er Rittmeister und Adjutant bei dem Armeecorpsin Frankreich. Er starb 1870 als Major a. D. Sein anderer Bruder,früher im Regimente v. Treuenfels in Breslau, war 1830 Major im 8.Inf.-Reg, (gen. Leib-Inf.-Reg.), Ritter des eisernen Kreuzes 1. Ciasse.Eine Schwester dieser Grafen, Charlotte, Grälin v. Pinto, war zuerstmit dem als Generalmajor gestorbenen Grafen Gustav v. Wartenslebenverheirathet und ist jetzt die Gemahlin des Generalmajor v. Röderzu Torgau.
Pircli, die Herren von.
Ein altadeliges Geschlecht in Pommern , das schon seit Jahrhun-derten um Stettin und im Stolpeschen ansässig ist, und von welchemsich auch eine Linie nach Sachsen gewendet hat. Im Stolpeschen istnamentlich Kl.-Nossin oder Nossinke ein altes v. Pirchsches Lehn,welches Jaspo Pirscha bereits nach dem Herzoge Casimir zu Dobrinam Tage des heil. Gregorius im Jahre 1370 im in lateinischer Spracheausgefertigten Lehnbriefe mit den Gütern Nossin, Chawarthi (Gallert)und Wunetschewo (Wunnichow) zu Lehn erhielt. Aus dem IlauseNossinke sind eine Reihe hochverdienter Männer hervorgegangen, diehohe militairische Würden und Kriegsruhm erlangt haben, namentlich:
Michael Lorcas und Duhislav Nikolaus v. 1'., die als königl, pol-nische und kursächsische Generallieutenants, Ersterer am 12. Septbr.1701, Letzterer am 21. April 1708 starben.
In der preuss. Armee haben sich vorzüglich zu hohen Würdenemporgeschwungen: Franz Otto v. P., geb. am 16. Febr. 1733, wel-cher im Jahre 1813 als königl. preuss. General der Infanterie, ehe-maliger Gouverneur von Colberg und Ritter des schwarzen Adler-ordens starb. Von seinen vier Söhnen gelangte
Ollo Karl Lorenz v. P. zur Würde eines königl. preuss. General-