Druckschrift 
4 (1842) P - Z
Entstehung
Seite
35
Einzelbild herunterladen
 

Pfuhl.

35

starb an seinen Wunden, die er bei Leipzig erhalten hatte, den 21.October 1813.

Wappen:

Ein silbernes Schild, worin ein doppeltgeschwänzter, schwarzer,springender Löwe, auf dein Helme zwei schwarze Adlerlliigel; Helm-decken schwarz und silbern.

Pfuhl (Pfuel), die Herren von.

Die v. Pfuel gehören zu dem ältesten Adel in der Mark Branden-burg, wohin sie schon im Jahre 926, bald nach der Vertreibung derWenden, gekommen sind. Die eigentliche Stammreihe beginnt mit Ni-colas Pfuhl, der um das Jahr 1470 als kurbrandenburg. Kammergerichts-rath fungirte und den Stiftungsbrief vom Kloster zum heiligen Geist zuStendal mit unterzeichnet hat. Von den Besitzungen, welche diesesalte Geschlecht, das noch gegenwärtig in den Marken begütert ist,besass, nennen wir die Güter Göhlsdorf, Wilkendorf im Kreise Oberbar-nim, Ifienitz, Jahnsfelde im Kreise Landsberg; auch Gross- und Klein-Bnckow, Münchow, Dammersdorf, Fredersdorf und Garzin sind ein Be-sitz dieses adeligen Hauses gewesen. Aus demselben sind eine langeReihe hochverdienter Männer hervorgegangen, die sich theils im Civildienste, besonders auf der kriegerischen Laufbahn Ruhin und Ehre impreuss., kaiserl. und schwedischen Heere erworben haben, von denenwir hier nur anführen: Karl Bertram v. P., der als General - Kriegs-Commissarius und wirklicher Geheimer Staatsrath des grossen Kurfür-sten nach einein vielbewegten Leben im Jahre 1658 starb.

Georg Adam v. P. starb als kurbrandenburgischer Generalmajorv. d. Cavallerie und Cominandant von Spandau 1658 den 26. Aprilzu Berlin. Er war aus dem Hause Garzin und besass die Güter Gr.-und Kl.-Buckow.

Christian Ludwig v. Pfuel war königl. preuss. Generalmajor undCommandeur des herzogl. würtemberg. Regiments. Er starb am 27.Novbr. 1756 unvermählt.

Emst Ludwig v. Pfuhl war königl. preuss. Generalmajor v. d. Ca-vallerie und Chef des zweiten Departements des Ober-Kriegs - Colle-giums und Erbherr auf Jahnsfelde. Er starb am 22. Juli 1789.

Ernst Ludwig v. P., geb. den 18. Decbr. 1716 zu Plagow in derNeumark, gelangte zu der hohen Würde eines Generals der Infanterie,Chef eines Infanterieregiments, General-Inspecteurs der brandenburg.Infanterie, Gouverneurs der Festung Spandau und Ritters des schwar-zen Adlerordens. Sein Tod erfolgte im Jahre 1799. Seine Tapfer-keit, Brauchbarkeit und sein Biedersinn hatten ihm die besondereGnade und Werthschätzung Friedrichs IL verschafft, der ihm vielfacheBeweise davon gegeben hat, und ihm namentlich auch bei der Ueber-sendung des schwarzen Adlerordens durch die wenigen, eigenhändiggeschriebenen Worte:Meinem lieben ehrlichen P fühl " nochmehr, als durch den Orden selbst ehrte.

Im Jahre 1806 war Franz Wilhelm v. P. Generalmajor und Com-mandant in Danzig. Er ist im Jahre 1808 im Pensionsstande gestorben.

Zu derselben Zeit stand im Generalstabe ein Generalmajor v. Phullaus dem Wiirtembergischen. Er trat im Jahre 1806 in kaiserl. russi-sche Dienste und ist als Generallieutenant und Gesandter am Holezu Stuttgart gestorben.

In der Gegenwart bekleiden zwei Brüder v. Pfuel hohe militairi-sche Würden in der preuss. Armee, nämlich;

3*