Die vornehmste bewohnungen der Insel seind ohne der Wilden ihre,diejenige deß Mahury/d'Armire/der Bourg/unddeßMashoury. Die Be-wohnung dcrBourg oder deß Fleckens wird von der Ludwigs Vestung vonwelcher wir in folgenden Reden werden beschützet.
Der vornehmste Handel deß Landes bestehet im Toback. DieLufftal-hier ist sehr geltnd und wohl Temperirt/ obwohln die Insel nicht mehrers alsvier Grad von der Linie aust der Nord Seichen ligen thut; welche nahe aldaverursachet/daß die Tage den Nachten gleich seind.
Die vi'lfa ltig fallende Thaue befeuchten die Erde gar offters/welche danndessentwegen sehr fruchtbar-belangend dieWaldungen so seynd selbige mit schna^brl^Weyde/wie ingletchem auch die Flüsse mit Fischen/an allen Orthen ange-füllet.
Von der Ludwigs - Vestung m der Znsel Aajenne.
Jevomehmste Frantzssische Bewohnung in Cajenna hat den NahmenVourg oder Flecken/dieweiln sie auch in der That selbstm anders nichtsals ein offenerOrih/ohneMauren ist;Sie ligt zu Füssen einer höhe/dessen auff.geworffcner Wall/von einer Vestung/welche man zur Versicherung der Colo-nien austbauen lcssen/defendirek wird.
Der Flecken begreifst ohngefchr zweyhundert Gebäude oderHäusscr insichreren jegliches fast seinm eigenen Garten hat,welche zwey Strassen machen.Zur seichen der aller gross und weitesten siehet man einen kleinen Haussen Haus-ser auff einer Wiesen ligen - man nennet sie der Juden behaussungen/das Pro-viant Hanß und noch etliche Mühlen ligen nahe an dem Haven. Dergemeine Brunnen ist in der andern Strassen: er vcrsihet den Orch hauffenweißmitWassr / allein esist dasselbe vielmehr ein laxierenderSaurbrunnen / alsander nützliches Wasser/dessen GeschmackundWürckung denjenigen/welchedavontrincken / nicht gefallen will. DicHandwerckSiLcmhenebenthrergamtzen Familien wohnen in dem Flecken/eben so wohl als dteMohremwelche einemjedwedem in sonderheit zu dienen und auffzuwarcen/verbunden seind.
Die Vestung wird die Ludwigs Vestung genant/wie sie dann auch austBefehl und Ordnung deß verstorbenen Königs glorwurdigstcr GedächtnußLudwigs deß XIII. Bebauen und auffgeführet worden ist. Sie ligt auffeiner Höhe/welchen sie mitihrem Begriffgantz und gar einnimbt. Ihre Fi-gur ist ein unrichtig-oder Irreguläres Viereck/dessen zwey Winckel/welche gegmdem Flecken ligcn l jede mit einer Pastey bedecket. Die Seiche gegen dcmMeer wird von einem halben Bollwerck «ndnoch von einem andern Werck/welches auß vier hinauß lauffcnden ecken bestehet / beschützet. Der Gra-ben ist in den Felsen gehauen und nicht tjeff / aber mit einer reyhe Pagtsadenumgeben- Daß inwendige der Schantz bestehet in einer Capellm/und etlichenGebäuden/von welchen deß CommendantenWohnungdaßalleranschnlichsieist. Sie ligt bey der Soldaten Cazernen/und dem Zeug und Provtanchauß/
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