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Die Einwohner dieser Gegenden sind alle einer sehr WohlgestaltenLeibes Statur/groß und starck: Sie sind meistens schwartzbraunlicht/und gehen gantznackend/ doch befinden sich welche/ sonor ihre Schaamzusammen gebundene Federn hangen / und die ihren Kopff mit einemTonsyvdcr Käpplein/ das auß den Federn sehr seltsam und rarer '-Vögelineinander gefischten ist bedecken/ welches ihnen dann ein grosses Ansehengibt. Sie sind emeslustig und lebhafften Humors. JhreNahruugtfivon-Ozacou undCassave.
Ozacou/Ovacouoder Ovicou ist ein gewisser Teig/gleich als denFei-^ Sengestaltet/ auß welchen man ein gantz vollkommenes Getränck zube»reitet- Die Casiave/welche deß Landes Brodtist/wird auß einer Gatt^"^-4- tung Wurtzcln zugerichtet/die man abschabt und gleich darauss außpreßt,darmil das Wasser darvon rinne / welches ein sehr gefahrliches Gifftifi,?4?- undMenschkNunv Vieheden Todtverursachet / wann sie dessen nur einhalb Glaß voll trincken ; So baloen solch Wasser aber nur einen eintzigeuoder zwey Gudd gethan/schadet es niemanden : Allein es bedienet sichdergröskeTheil dieser Völckerselten mehr solcher Nahrung/indem sie diegereickette Speisen am meisten lieben/und sich gewaltig sehr vonauffdemRost geröstetemMenschenFlessch crhaltew Die Galibis sind arbeitsam/und bauen das Land/je nachdem die NothdurfftundGrösse ihrer Hauß-Haltung solches bey ihnen erfordert.
Die Völcker in diesen Gegenden/ halten auch nichtsdnderbahrvielwederauff dasGoldnochauffdasSilber: JkrgantzerRcichthumbbe-stehet in Bögen/ Pfeilern und Gefangenen- Sie vertauschen die Ha-mac oder Bette von Baumwollen/Alöe--Holtz/Rocou oder rothe Tin-ctur/Assen/undPapageyen gegen Aexte/Seegen/Messcr/Spiegel/ Fischeängel und andern dergleichen Sachen von geringem Werth/ absonderli-chen aber gegm grüne Steine / auff welche sie am allermeisten begierigsind : Dt-ser Stein ist nichts anders als derZade / Pade oder Ejadc/dessen Farbe/Härte und Glatte er auch hat. Gieglauben/ daßerdaSbeste Mitte! wider die Cpil'psia oder schwere Noth / welcher sie sehr unter-worffenseynd/ware. Was ihre Weiber anbelangt / sotragen dieselbegrosse Sorgfalt vor dieBaumwollen/in welcher ihrer grösten Einkommeneines bestehet-
Die so in dem Land darinnen wohnen/auß Mangel anderer Arbeit/legen sich meistens alle auff das Kriegs - Wesen. Sie schlagen sich mitBogen und Pfeil. Die Galibis seynd mehr zum Friedm als Krieg ge-neigt : Wann aber die Errettung ihrer Ehre darauff beruhet / so unter-fangen sie denselben auch gar leichtltchen.
Es halten diese Völckerwem'gvon der Religion/ absonderlich dieCalibis/welche ohne Gesetz und Glauben / jagar wohl ohne einige Gm?-heit leben: Die auß dem lande Guiane/ so da Pfaffen haben/die sie Pe»cajos nennen/sind noch etwas besser gegründet/und glauben die Unsterb-lichkeit der Seelen mehrer als die andern / also / daß wann auch einige
Ampts-