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Fünffter Theil (1685) Welcher in sich enthält Die fernere Fortsetzung deß Alten und Neuen Europae ...
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^ Je ersten Christen von Paris haben ihre bekehrung nächst GottAdem Heil-Dtonysio zu dancken / so ein Arcopagita oder-Ober-richter von Athen / wieetlichewollen/ oder wie andere darfüvhalten / ein Corinthier gewesen. Er ist dahin kommen in sei-nem achtzigsten Jahr/ auff des Heil. Pabstcs ClementiS/ St PetersNachfahrens beseht / das Evangelium zu ^predigen / und lies die ersteKirche an dem Ort bauen wo anjctzo die zu St-Estimne des Grecs (St.Stephan der Griechen)stehet. Sisianus / welcher damahl im Namen derRömer zu Pariß regierte lies diesen Apostel der Gallier samt seinen Gefer-tcntnverhafft nehmen/und an dem Orttn ein erschreckliches Gefängnüswerffcn / wo anjetzo dieKirche St. Dentsde laChartre genant/ undabermahl an einem andern grausame Marter ausstehen/wo die Christennachmabls die erste Kirche dieser Stadt zu Ehren der Hcil.Iungsrau Ma-ria / St-Dionysii und S/.Stephan! erbauet haben. Man ist der Mei-nung daß gedachte Kirche an dem Ort seye wo anitzs Sr.Denis du Passtehet. Sie ist aber gcbauet / nach dem dieser grosseHeiltge samt seinenAmbts Gesellen umb des Christlichen Glaubens willen auff dem BergeMercurii/sonach der Hand Mont des Martyrs sderMänyrerBcrg)undvom g meinen Mann/Mont»Martre genant/enthauptet worden.

Demnach ader gedachte Kirche zu Unser Frauen für die grosse An-zahl Christen/so ihr Elfer und Andacht herzu zöge/gar zu enge ward/ alsr litß der König ClMcbettus/ Clodoväi ersten Christlichen Königs Sohntm Jahr 522. zu einer grössern den Grund legen; aber weil der nächst vorsbeyfiesttnde Scinestrohm der Beste dieses Gebäues einen mercklichen scha-den drohetc / als ward gedachter Grund auff Pfahle gesetzt. Der Kö-nig Robert Hugonis Capets Sohn ließ ihm das Werckernstlrcheransgelegen sevn/ undin die Gestalt brtngen/wiewirs heutschen/ j dochistsnur durch fleissige Vorsorge seiner Nachkömlingen vollzogen und endlichdurch den König Philippum Augustum he! auß geführct werden.

Das Gebäu ijr auffGothjsche Art/aber groß und herrlich. SeineLänge begreifft sechs und sechtzig/die Breite vier und zwantzig/ und die hö-he ßebenzehen Ruthen / alles von inwendig gerechnet ; Es stehet auffhundert und zwantzig dicken Pfeilern/ welche an beyden Seiten zwmGänge in dem Werckformiren / die Capellen / deren sieben und dreyßigrings herumb stehen/und etliche zur Sacristcy andere zu Mausoleen oderGrabgerüsten dienen ungerechnet. Sonstcn stind auch in der Kirche nochmehr dann sechs Capell-n/und haben die Pariser eine besondere Andachtzu der/welche der H.Jungfrau gewidmet ist / und läst sich ihre GottseligeFreygebigkeit unter andern an den stattlichen Aerrachen und an deranzahlder silbernen iampen/ so sie beleuct ten/zur Gnüge bemercken. D e so inGestalteines Schiffes ist erst unlängstvon der Stadt gcopffertworden-Jn der Vor ktrOe nächst bey dem Crcutzpftiler/so gegen derFrauenCapelieüberstehct/hatmanAnno iz^8.dasRitterbildnußPhilippiVaicsii Kö-nigs in Franckreich aussgerichtet / welcher biß zu dicsim Ort kommen/

N ii) und