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Fünffter Theil (1685) Welcher in sich enthält Die fernere Fortsetzung deß Alten und Neuen Europae ...
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Krieges und der Seuche zu entgehen/ inderNachbarschajftdergrösscstenJn^sul so der Seine-Strohm an diesem Ort macht / sich häußltch haben ntderge-

^ ^Dte Seine fleust fast mitten dadurch / und scheiden sie ihre Arme anMyen Orten/ in drey ungleiche Theile. Der erste und grössere wird eigentlichU Ville (die Stadt) genant / und ligt auff einem ebnen Grunde am Nord-Ufer der Seine. Der andere Theil heist la Cit//fdie alt-Stadt/oderalt-Paris)undbegreisst verschiedene Insulen. Der drittelst die l'Universit-(Hohe Schul)und erstreckn sich über den Thal hang eines Hügels.Diese drey Theile beschlief-smi6. oder^.Quareiers ( Viertel/oder Haupt,Gassen ) derenz.tnderStadt. JhreNamenseind S.Amoine/la Mortelleries, laGreve/S-Ger-maindel'Auxerrois / S .Honor-/ S Custache ; les Halles / S .De-nis/ SMarlM/ le Marets/ la Verrerie/ S Jacques und S .Oppor-eune.

In dem Theil so la Cit-genant wird / ist nur ein Quartier so eben die-fmNamen hat; und drey Jsles(Jnjuln) begreifft/als nemlich l'Jsled'An-era-iues oderLouviers / l'Jsle Noere Dame oder S .Louis / und l'Isle du

Palais.

L'Univerflt/ / so den Nord Theil vonParis macht / wird in zwey oderdrey gross« Quartiers oder Theile ausgetheilt / als nemlich la Place Maubert/siumdemFauxbourg (Vorstadt) S Victor/undder Stadt und FaubourgS.Marcel. Das Quartier de la Harpe samt denen Vorstädten S.Iacquesund S. Michel. Man setzte zuweilen die Fauxbonrg S. Germain der prezdarzu; aber seithero das die Thore oder Pforten/ so sie von der Stadt abgesön-dert/ eingerissen/ und die Kaufs-und Handwercks Leute / so darinnen wohnen/mit denen in der Stadt/ einerley Freyheiten genießen / hat man für gut erach-tu/ ein besonder Quartier daraus zu machen.

Alle diese Quartiers beobdachen eine so grosse menge Inwohner / das»ach Aussage der berühmtesten reifern / in der gantzen weiten Welt keine besserbevolckte Stadt zu finden sey.

Jm Jahr i68i. zum Exempel/ seind zu Paris 17424. Kinder getauft/4244. paar Eheleute copuliret/und 24016.todten begraben worden.

Die Scadt ist erst neulich mit drey oder vier herrlichen und in Gestalt

einesTriumpff Bogens erbaueten Pforten geziem worden. Sie hat auchvtei grösser Plätze/ und unter anderen die so genante Place Royale ( Königli-cher Platz) so wegen ihrer stattlichen Hauser / so an denen Seiten stehen / undwegen der aus Ertz< gegossenen StameLudovici XIII. zu Pferde/ Jt<m/laGreve so wegen des vortrefflichen Rathhaufts sehr ansehnlich seind. Es gibtauch sehr viel Rohr-Brunnen / und man bearbeitet fich noch täglich um dieGassen und Strassen zu erbreiteren. Die schönesten seind die von S.Amoi-ne /S .Marein/S.Denis/ und S.Honor/. Die schönen Kirchen nnd Got-teshäuser ist fast k^ine Zahl / und das Portal der von St. Gervais ist billigVerwunderens werth/ wegen hiner überaus kunstreichen Bau- M Das Lou-

Fünsscer Theil. N vret