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Fünffter Theil (1685) Welcher in sich enthält Die fernere Fortsetzung deß Alten und Neuen Europae ...
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Die ansehnlichsten Ritter- Orden im Reich/waren vor diesem derOrden deß auff dem Rücken liegenden/oder niedergeworffenen Di achens/und der Oesterreichische St. Georgen. Orden. Den ersten hat KayserSigisnmndus Anno 1418-angesetzt/ denAoel dadurch wider die Ketzerauffzumunttrn so denen Decreten deß Costnitzischen c?o»c,/tt nicht unter-schrnbcn wolten- Die Ritter trugen gemeindlich über ihren gewöhnlichenKleidern ein grünes/mit Lilien geziertes Creutz; aber an hohen Festlägeneinen scharlach-farben Mantel/über dem Mantel eine doppelt-gewundenemlldene ^e.'te/worauffein umbgeworstkner Drach mit niedergeschlage-nen Mgeln und mit vielfarbigem S.chmeltzwerct geziert herab hienge.

Der Oesterreich ssche Orden ward Anno 1470. vomKayscrc- lll. dem ersten Hertzogen von Oesterreich unter den gottseligendeß Heil. Georgii/ so dessen Patron und Beschützer grnant/ eingesetzt; deriZmck war/den Land-Adel anzufrischen/ sich den Mordwaffen deß Sul-uns Mahomtt u.so Hungarn und andere Christliche Gränzn verhec-rtt/zu widersetzen. Dieses Ritter-Kleid war ein Pantzcr-Rock mit ei-mm rothen Creutz. Ihr Groß-Meister führet den Titu! und StaateinesFürsten/undresidirt gemeiniglich zuMilstadtinKämdten / allwoauä) ihr Sammelplatz war. Sie erwiesen sich anfangs den TurckischenE'.bfeinden «rschröcktich; allein ihre mit der Zeit erkaltende Tapfferkeitbrachte den Orden ins stecken und endlich gar in Abgang. Der Käy-scr ii. hatte ihn zwargern wiederum!) in vorigen Stand

gebracht / allein wegen Kriegsläufften im Reich ist Er daran verhindertworden.

Art und Beschaffenheit von Teutschland.

JeLufftisttnTeutfchland insgemein mehr kalt dann warm / aberi doch/ istsie gesund/und regirt die Pest und andere ansteckende seu.

^chen nicht gar offt. Das Erdreich ist unterschiedlicher Art/nach-dem es nahe oder weit vom Meer oder Flüssm gelegen/ allein es wird fleisi- ^ 607.siggebauet. Das Korn/ dttGerst und andere Geträide wachsen häuffigdaseibsten. DieBaum^ Früchten semdzwarmchtsondeilichgroßunddick/aber eines guten Geschmacks / und mehret tich diese Geschmackhaff-Mit deß Obstes/ je näher man gen Süden kommet. Die Rhein- Do-nau-und Necker-Wein scind überaußgut / und wird mil dtn ersten einjlarckesGtwkrb getrieben.

Die Teutschen haben eine lange / doch wohl proponionirle Gestalt/frische Augen/ein offenes ctuffrichtiges Gesichtundgoldgelbe Haar?.

Der Adel ist gar höflich/ und begibt sich mikgukem auffaller-kandGeistes. und Leibes ; sie habenLustzu reisen/und sich in

stembdcn Landen stattlich fchm zu lassen/ und absorldktlich inFranrzösi-

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