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Die Scbottlander seind gemeiniglich grob von Gliedmassen / anmuthigvon art und lapsser vonGemüche. Der EngellanderLänge ist wolproponto-nut / sie gehen gern auff Französisch gekleidet und seind der Wollüsten erge-ben. Sie seind machtig stoltz. Das gemeine Volck ist fast wild und unbän-dig / allem / was ein wenig von Stande und herkommen ist/ das liebt Ehrund die freye Künste. Die Jrrländer wolgestalte / etwas melancholisch und,m übrigen ehrliche emffnchtige Leute.
Die Weiber dieser dreyen Nationen sein sehr schon / absonderlich aberdie Engellanderinnen. Diese lieben die Freyheit über diemassen / derer sie sichauch nicht übel gebrauchen. Sie seind der Fröltchkeiten und dem spatziern nichtfund, aber sie seind dabey zimlich hetnsch und wollen mit den Mauerndenmeister spielen. Man sagt auch ins gemein / Engelland sey ein ParadiS fürtieWetberundeineHöllefür die Pferde/ und/ die Warheit zu sagen / dasZraumMmer wird allzuviel da caressrt und die Pferde allzuhart strapaz,zirt.
Schottland handelt mit Steinokhlen/ Eisen / Wolle und gesalqenen lFi-schen. Engellaudgibt Wolle/wöllcn Tücher und zeuge/ Zinn/ gute Pferdeund Hunde so man Docken oder Doggen heifl.Es komt auch Leder von ban-nen. KeinejWölffe find im gantzenKönigreich zu finden. Jrrland ist reichan Wolle/ Leder/ Butter/ Käse/ Fischen/ zuvorderst an Salm undLachs.
Diese drey Nationen geben gute Soldaten. Was der Schotten Fäu-ste vermögen/ haben die Engellander / ehe die Königreiche vereinbart worden/mit ihrem Schaden erfahren. Das Englische Fußvolck ist trefflich zum stür-men und zum angriff der feindlichen Schiffen. So seind sie auch inS gkmeinwolerfahrne Piloten und Seeleute. Die Jrrländer weichen ihnen zwar anlapfferkeitgar nicht. Mit emem Wort / die Reuterey dieser Nationen alledrey ist auch gut und thut seine Dienste.
Vor diesem war man so wol in Engelland als in Jrrland so eivm'gCa-tholiscd/ daß Anno 1212. der König Joannesmtt bewllligung aller Grafen/
Baronen und .Herren fich deßPabsts und der Römischen Kirchen Auffallengemacht/ mit Erklärung daß er das Königreich Engel und In land von der ^Kirchen zum lehen und huld^ gut empfangen und sich des wegen zur dttnstjlchenErtänmüß auff immer und ewig alle Jahr auff Michaelis nebst dem St. Pe- ^ ^ms pfemng oder Jährliche Gab eines Sterlings Groschens / so vor aliers der 'König Inas Anno 74o.versprochen und derKönig Etckphus vermehret hat / ^ ^ ^einen Zins von tausend Marck oder Pfund Serling zu bezahlen verpflichte. ' .
Diese Huldigung hatder KönigIoanucsA.iaiz.dem Legaten deSPabstsJn»nocemti III. in gegenwart diS Cantzlers von Engelland / des Ertz» Bischoffsvon Canterbury/ vierBtschoffen / se^S Krassen und vieler anderer Herrenabgelegt. Und obschon Themas Merus Cantzler von Engelland / der erstegewesen/ so diese Depcndentzveriauancnsoist doch besagter jährliche Zinß auchso gar zu seiner Zeit/und biß endlich der König Henricus VIII. Anno 1554.
Wer den Pabst auffgeleinet/alleztjl richtig befahlt worden.
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