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Bayern, Württemberg, Sachsen-Weimar. Eine derältesten stiltsfähigen deutschen Adelsfamilien, aus welcher Gliederden ersten deutschen Turnieren beiwohnten und in allen Ilochstif-ten, namentlich zu Würzburg, von frühester Zeit an aufgeschworenwaren. Das gleichnamige Stammhaus, unweit Darmstadt, ist seit930, wo der älteste bekannte Ahnherr des Geschlechts, venu, mitAgathe v. Ehenheim, dasselbe bewohnte, im Besitz der Familie ge-blieben, und von Letzterem und seinem Sohne Hans, verm. mitHelene v. Andlau, läuft ununterbrochen die Stammreihe des Ge-schlechts fort, deren Glieder sich nach ihren Besitzungen nanntenund in mehrere Linien schieden, die meist wieder erloschen sind.— Wilhelm v. W. erlangte 1220 von den Grafen v. Hohenlohetheilweise die Veste Reichenberg, von welcher alle Nachkommenden Namen beibehielten, Otto war von 1335— 1345 Fürstbischofvon Würzburg, und Eberhard v. W. kaufte 1376 von dem Bischofund dem Domcapitel zu Würzburg die Veste und Burg zu Reichen-berg mit dem Hofe Hattenhausen. Von den Sühnen des Letzterenstiftete Eberhard der Jüngere die 1650 wieder erloschene Liniezu Albertshausen, Friedrich aber, verm. mit. Margaretha Schenkv. Geyern, Herr auf Reichenberg und Bleichleld, setzte die Haupt-linie fort. Die Nachkommenschaft desselben schied sich im 17.Gliede mit Philipps Sühnen, Wolfgang Bartholomäus und Jacob, inzwei Linien, in die Reichenherger und Rottenhauer Linie. Letztereerlosch in beiden Aesten, im oberen und unteren Schlosse, 1779mit dem Domdechanten und Senior zu Würzburg Johann Gottfriedund, später, mit den Töchtern des Johann Philipp Jacob. Die vonWolfgang Bartholomäus in der Ehe mit Anna Freiin Fuchs v. Bim-bach gestiftete Reichenberger Linie zertiel im dritten Gliede durchdie drei Söhne des Johann Eberhard aus der Ehe mit JulianeLandschaden v. Stainach, Johann Christoph zu Reichenberg, Alexan-der Dietrich zu Uliingen und Julius Friedrich zu Lindflur, in dreinach dem Besitz genannte Linien. Die Linie zu Lindflur erloschschon 1718, die zu Reichenberg aber 1768, und so blüht jetzt nurnoch die Linie zu Udingen, welche die gesammten Familiengüterbesitzt. — Was die neueren Glieder des Geschlechts anlangt, sovermählte sich Freiherr Johann Carl Albrecht, geb. 1736, gest.1797, mit Johanna Schellhaas v. Sehellersheiin. Aus dieser Eheentspross Freiherr Johann Carl Alexander, geh. 1768, gest. 1845,k. württemh. Oberst, verm. 1808 mit Sophia Freiin Speth v. Zwie-falten zu Untermarchthal, geh. 1786, und die zwei Söhne desselben