468
dem Schilde stellt ein gekrönter Helm, welcher einen offenen Adlers-llng trügt, dessen rechter Flügel schrügreclits, der linke schräglinksvon Silber und Roth getheilt ist. Die Helmdecken sind rotli undsilbern. — Siehmacher, I. 151: v. Wolframsdorf, Meissnisch (die„Declaration" sagt: ein weisser Schild, darin ein Wolf an seinerFarbe, mit einem Hirschgeweihe im Maule, aus welchem das BlutIiiesst. Auf dem Helme eine gelbe Krone, die Flügel oben weiss,unten roth, die Helmdecken roth und weiss). — Val. König, 1. S.1670—1090: v. Wolffratnbssdorff (der Schild silbern damascirt unddie Flügel von Silber und Roth quer gelheilt). — Knauth, S. 595—597: Woltlrainsdorlf. — Gauhe, 1. S. 2932—2935. — Zedier,LVIH. S. 1239—1254. — v. Uechtritz, Geschlechtserz., Tab. 66.— N. Preuss. Adelslexicon, IV. S. 351 (giebt statt des richtigenWappens des Geschlechts das Wappen der Familie v. Wolffersdorff).
Sachsen, Preussen, Anhalt, Schwarzburg. Alte säch-sische Adelsfamilie, deren Stammhaus, wie Mehrere annehmen,Teichwolframsdorf hei Grcitz ist, wahrend Gauhe und Andere eingleichnamiges Schloss unweit Dohna als Stammsitz nennen. Pecken-stein leitet das Geschlecht, aus Rayern her und giebt an, dass Her-mann v. Wolffgramsdorf, ein bayerischer Edelmann, unter KaiserLudwig III. wie ein grimmiger Löwe gefochten, und dass Heinlzev. W., welcher das Geschlecht nach Meissen verpflanzt, unter Kai-ser Heinrich 1. 933 hei Merseburg gegen die Hunnen gelochtenhabe. Nach anderen Angaben soll die Familie in früher Zeit Wolfgeheissen und im Anfange des 15. Jahrhunderts die Lehen dererloschenen v. Ramsdorff (Rambssdorlf) bei Dorna erhalten undNamen und Wappen derselben (das Hirschgeweih) mit den ihrigenvereinigt haben, doch soll nach Einigen Luppold v. W. urkundlichschon 1278 vorkommen. — Götze und Hermann v. W. begleiteten1476 den Herzog Albrecht zu Sachsen nach Palästina. Hermannv. W. war des Kurfürsten Johann Georg IL zu Sachsen erster Rath,und von den Sühnen desselben wurde Johann Georg, k. poln. undkursächs. Kammerherr etc., in den Grafenstand erhoben, starb aber1709 ohne Nachkommen. — Die ordentliche Stammreihe der Fa-milie, welche im Meissnischen, im Voigtlande etc. im Laufe derZeit mehrere Güter erwarb und aus welcher mehrere Sprossen,namentlich in kursächsischen Hof-, Staats- und Militairdiensten, zuhohen Ebrenstellcn gelaugten, beginnt Val. König mit Georg v. W.,Herrn auf Pcrilz, Zoppoten, Ncuma'rk und Berreuth, welcher 1423noch lebte. Diese Stammreihe ist von Val. König bis in das 18.