Druckschrift 
3 (1856)
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452
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und golden, links rolli und golden. Abdrücke von Petschaften. Siehmaclier, V. 317. Wnppcnb. d. Kgr. Bayern, IV. 40 (derKopf und Hals des Thieres im 2. und 3. Felde, und auf dem lin-ken Helme ist kein Pferdekopf, wie Einige annehmen, sondern siehtwie der Kopf eines Rehes von natürlicher Farbe ans, nur ist der Ilalszu lang; die Sterne sind blau und stehen rechts und links, unddie Helmdecken sind links roth und silbern: wohl eine unrichtigeAbbildung). v. Hefner, II. 69 u. S. 64 (das Tab. 68 gegebeneStammwappen zeigt im goldenen Schilde den rechts gekehrten Kopfund Hals eines rotlien Pferdes, welcher sich auf dem gekröntenHelme mit roth-goldenen Decken wiederholt. Auf dem Grabsteinedes Johann Leonhard v. Wildenau auf Schürnitz, Kreblilz und Ilum-brechtshofen, kurbayer. Salzbeamten, gest. zu Ingolstadt, 9. Novbr.1728, im 80. Jahre, findet sich das Wappen, wie folgt: Schild ge-viert mit Mittelschilde. Im silbernen Mittelschilde ein achtendigesHirschgeweih mit abgerissener Hirnschale. 1 und 4 in Silber einrechtssehender, gekrönter, schwarzer Adler; 2 und 3 wie oben imfrei herrlichen Wappen beschrieben wurde. Auf dem Schilde stehteine siebenperlige Freiherrenkrone. Siehmacher, V. 85: DieWildenauer, sonst die Castner, genannt v. u. auf Schirmitz, giebtein eigenthümliches Wappen: zwei an einander geschobene Schilde,im rechten in Roth einen einwärts gekehrlc-n, goldenen Löwen, undim linken, goldenen den Kopf und Hals des rothen Rehes, welchesich auf dem beide Schilde bedeckenden, gekrönten Helme wieder-holen'. Die Helmdecken sind roth und golden. v. Lang, S. 268:Wildenau zu Cröbliz. v. Hellbach, II. S. 743: Wildenau zuGröblitz.

Bayern. Franz Caspar v. Wildenau, genannt Kästner aufSchürnitz (Schirnitz), oberpfälzischer Landsasse, wurde vom Kur-fürsten Carl Alberl von der Pfalz, I.März 1735, in den Freiherren-stand erhoben. Nach Annahme der Familie ein seeländischesAdelsgeschlecht, welches, vertrieben durch die Flut, nach Bayerngekommen ist. Johann v. Wildenau, genannt Kastner auf Schür-nitz, erhielt vom Kaiser Leopold I., d. d. Linz, 6. Nov. 1683, einBestätigungsdiplom des der Familie zustehenden Adels. Nachv. Lang war der Enkel des Freiherrn Franz Caspar, Freiherr Franzde Paula, geb. i 752, quiesc. k. bayer. Landrichter zu Reichenball,in die Adelsmatrikel des Königreichs Bayern eingetragen.