Druckschrift 
3 (1856)
Entstehung
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388
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laut Diploms <1. (I. Dresden, 11. Sept. 1790, in den Adelstand er-hoben. Die Familie ist wieder ausgegangen.

v. Runge.

Im rothen Schilde zwei ins Andreaskreuz gelegte, mit demkolbigen Ende nach unten gekehrte, silberne Wagenrungen. Aufdem Schilde steht ein mit einem von Silber und Roth gewundenenWulste bedeckter Helm, aus welchem eine vorwärtssehende, rothbekleidete Jungfrau mit fliegenden Ilaaren aufwächst, welche beideArme so herabhält, dass die Hände auf der Herzgrube liegen. Die,Hehndecken sind rolli und silbern. Pomm. Wappenb., I. LVJ.u. S. I52154, und zwar, da das Geschlecht nach Allem verschie-dene Wappen geführt hat, nach dem Siegel des Johanniterordens-meisters zu Sonnenburg Thomas Rungen von 1563, welches Bag-niihl, wohl mit Recht, für das gewiss zuverlässige Wappen hält.Der Schild dieses Siegels (Tab. LX.) ist geviert: 1 und 4 das Jo-hanniterkreuz, und 2 und 3 die gekreuzten Wagenrungen. Nächstdiesem Siegel giebl Bagmihl noch ein altes Siegel, das des JacobRunge auf Schönow von 1603, welches als Helmzierde das be-schriebene Wappenbild wiederholt. : Siebmacher giebt zwei Wap-pen der Familie: I. 162: v. Rungen, Meissnisch: im blauen Schildezwei ins Andreaskreuz gelegte, goldene Wagenrungen, über welcheneine sechsblätterige, rothe Rose schwebt. Auf dem Schilde stehtein mit einem blau-roth-silbernen Wulste bedeckter Helm, aus wel-chem eine vorwärtssehende, blau gekleidete Jungfrau aufwächst.. DerKopf derselben ist mit einem mit sieben wechselsweise roth undsilbernen Straussenfedern besteckten, runden, flachen, schwarzenHute bedeckt, lind jede Hand hält eine auf den Wulst schräg auf-gesetzte Runge. Die Helmdecken sind blau, roth und silbern. Mitdieser Beschreibung stimmt dieDeclaration" überein, welche dieWappenbildergelbe Hülzer" nennt, und II. 48: v. Runge, Schle-sisch: im rothen Schilde zwei ins Andreaskreuz gelegte, mit denSpitzen unterwärts gekehrte, silberne Pflugscharen. Aus dem Helmewächst eine roth bekleidete Jungfrau mit bekränztem, auf der lin-ken Seite mit einer rothen Feder bestecktem Haupte auf, welchedie ins Andreaskreuz gelegten Pflugscharen des Schildes auf derBrust hält. Die Heinidecken sind roth und silbern. Lubin be-