Druckschrift 
3 (1856)
Entstehung
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375
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Helme drei scbrägrechts von Silber und Roth fünfmal gewundeneStäbe oder Seilenden). Vier nlte Siegel der Familie giebl Bag-mihl im Po mm. Wappenbuche, I. LXV. 14. Das erste Siegel istdas des Jürgen Kamel von 1531. Die untere Schildeshälfte ist in vierReihen, jede von sechs Feldern geschaclit. Im zweiten Siegel, dem desHenning Ramel von 1556, schwebt'in der oberen Schildeshälfte einachtstrahliger Stern, und die untere Hälfte ist in zwei Reihen, jedezu vier Feldern, geschaclit. Das dritte Siegel, das des JoachimRamel, Sohn des eben genannten Henning Ramel, von demselbenJahre zeigt einen schräglinks getheilten Schild. In der oberenrechten Hälfte stehen drei sechsstrahlige Sterne schräglinks untereinander, und die untere, linke Hälfte ist in zwei Reihen, die oberezu fünf, die unlere zu vier Feldern, geschaclit. Das vierte Siegel,das des Henning Ramel von 1592, ist mit dem Helme und demoben beschriebenen Schmucke desselben versehen. Der Schild istquer gctheilt, in der oberen Hälfte steht ein sechsstrahliger Stern,die untere ist in drei Reihen, jede zu fünf Feldern, geschaclit. Vonder unteren Reihe ist aber, da der Schild sehr klein ist, wenig zusehen. Gaulle, 1. S. 1936 u. 1937: Romele, Ramele. Zedier,XXX11. S. 751 u. 752. Brüggemann, 1. S. 170. v. Hellbach,II. S. 280. N. Preuss. Adelslexic., IV. S. 84 u. 85 (nimmt dasWappen, wie folgt, an: im rothen Felde ein goldener und schwar-zer Schach und darüber ein sechseckiger, goldener Stern. Auf demgekrönten Helme drei Mercuriusstäbe, roth, schwarz, gelb).

Preussen. Altes, poinmersches Adelsgeschlecht, welchesfrüher Romele, Romel, Ramehl, Ramele und Rammel geschriebenwurde. Dasselbe soll, wie Einige annehmen, um 1190 aus Braun-schweig nach Pommern und Meklenburg gekommen sein, doch istder Ursprung aus Braunschweig nicht sicher nachzuweisen. IiiMeklenburg erlosch das Geschlecht schon 1378 mit GottschalkRamel, dem Sohne des Ritters Arend Ramel. In Pommern wurdedie Familie immer zu den ältesten und angesehensten gerechnet.Gerborg, Wittwe des Herbert Romele zu Lassan, kommt 1256 ineiner Urkunde des Klosters Usedom vor, und Johannes Romele,Ritter, wahrscheinlich Herberts Sohn, war 1268 Besitzer von Lassan.Der Besitz des Geschlechts wurde im Laufe der Zeit, namentlichim Kreise Belgard, grösser, und dasselbe hatte mehrere Afterlelm-leute und erlangte auch später die Erbmarschallwilrdc im StilleCamin; diese ging zwar bei der Secularisalion des Stifts verloren,doch entschädigte Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg die