Druckschrift 
3 (1856)
Entstehung
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Die Decken des rechten Helmes sind rotli und golden, die des lin-ken schwarz und golden, und den Schild halten zwei auswärts-sehende, goldene Löwen. Handschriftliche Notizen und Abdrückevon Petschaften, von welchen neuere die Devise: Nec temere, nectimide, ergeben. Tyroff, I. 235.

Sachsen, Preussen. Altes, sächsisches Adelsgeschlecht,welches in der Person des kursüchs. wirk!. Geh. Ralhes D. Lau-rentius Lindemann, Herrn auf Grosssedlitz (welcher, unter den Kur-fürsten Moritz und August zu Sachsen, den Staatsgeschäften vor-stand), vom Kaiser Ferdinand I., 1563, den Adelstand erhielt, des-sen sich aher die Familie wenig bediente und welcher später ganzabgelegt wurde, bis von 17831790 drei Erneuerungsdiplome des-selben in die Familie kamen. Das erste dieser Diplome erhielt vomKaiser Joseph IL, 24. April 1783, Gottfried Ferdinand Lindemann,kursächs. Hof- und Justitienralh, und dasselbe wurde in Kursach-sen, 13. Sept. 1783, bekannt gemacht. Das zweite Diplom wurde,laut amtlicher Bekanntmachung d. d. Dresden, 12. Oct. 1784, vomKaiser Joseph II., 11. Juli 1784, dem kursächs. Commissionsratheund Haupt-Salz-Licent.-Einnehmcr zu Freihurg Lcvin August Linde-mann verliehen, und das dritte erlangte im kursächsischen Reichs-vicariate, 31. Juli 1790, der kursächs. Finanzrath Friedrich AugustFerdinand Lindemann für sich und seinen jüngeren Bruder, Fried-rich Carl Adolph Lindemann. In allen diesen Diplomen wurdedas alte Wappen der Familie, wie ohen beschrieben worden ist,bestätigt. Die Familie wurde in der Oberlausitz begütert und dieeine dieser adeligen Linien blüht noch in Sachsen; in eine andereist in der Person des kursächsischen Ilofrathes bei der Landes-Regierung Gottfried Ferdinand v. Lindemann im kursächs. Reichs-vicariate, 31. Juli 1790, der Reichsfreiherrenstand gekommen, unddrei Sprossen der freiherrlichen Linie stehen jetzt in der künigl.sächsischen Armee. Glieder des adeligen Geschlechts haben in die-sem Jahrhunderte auch in der kön. preussischcn Armee gestanden.

v. Lindemann-Just, Freiherren.

Schild geviert: 1 und 4 mit schwarzer, mit 18 goldenen Ku-geln belegter Einfassung und quer getheilt: oben in Roth ein auf-wachsender, rechtssehender, goldener Adler, unten in Gold ein auf-