Druckschrift 
3 (1856)
Entstehung
Seite
46
Einzelbild herunterladen
 

46

der Länge nach gctheilt: rechts in Gold ein an die Theiluogslinieangeschlossener, halber, schwarzer Adler; links in Silber zweischrägrechte, rothe Balken. Auf dem Schilde stehen zwei gekrönteHelme. Der rechte Hehn trägt drei silberne Straussenfedern, undder linke einen die Sachsen einwärtskehrenden, geschlossenen,schwarzen Flug. Die Decken des rechten Helmes sind schwarzund golden, und die des linken roth und silbern. Der Beschrei-bung dieser drei Wappen, so wie den nachstehenden Nachrichtenüber die freiherrliche Familie, liegen handschriftliche Notizen zuGrunde. Weiteres über die Familie ergiebt das Geneal. Taschenb.d. freih. Häuser, 1856. S. 4648.

Frankfurt a. M., Baden, Bayern, Oesterreich (Böh-men). Eine, jetzt freiherrliche, in den genannten Staaten ange-sessene und reich begüterte Familie, deren Stammvater, SimonMoritz Bethmann, 1715 zu Nassau die Stelle eines Amtmannes be-kleidete. Der Sohn desselben, Johann Philipp B,, erwarb das Bür-gerrecht zu Frankfurt a. M. und stiftete das noch jetzt blühendehochangesehene Banquierhaus: Gebrüder Bethmann. Der einzigeSohn desselben, Simon Moritz B., wurde 1808 in den erbländisch-österreichiseben Bitterstand erhoben (Megerle v. Mühlfeld, Ergzgshd.,S. 122, und v. Hellbaeh, I. S. 134). Aus der Ehe desselben mitLuise Friederike Boode sind vier Söhne entsprossen, von welchender jüngste, Jacob Heinrich Friedlich, 1845 gestorben ist. Derälteste, Heinrich Alexander Moritz v. B., k. preuss. General-Consul,venu, mit Anna Wilhelmine Freiin v. Boose, wurde von dem Prinz-Regenten von Baden, 31. Jan. 1854, unter Ertheilung des obenbeschriebenen Wappens in den Freiherrenstand des Grossherzog-tlunns Baden, der zweite, Carl Ludwig Cäsar v. B., k. bayer. Käm-merer, verm. mit Maria Therese Cornelie Alexandrine Sophie Freiinv. Vrints-Treuenfeld vom Könige Ludwig von Bayern, 9. Aug. 1842,in den Freiherrenstand des Königreichs Bayern, und der dritte,Alexander v. B., verm. mit Johanna Friederike v. (Ieydcr, von demKaiser Franz Joseph von Oesterreich, 1855, in den erbländ.-öster-reichischen Freiherrenstand erhoben. Die genannten drei Brüderhaben zahlreiche Nachkommenschaft und dürften voraussichtlich dieStifter eben so vieler Linien werden.