Druckschrift 
2 (1855)
Entstehung
Seite
436
Einzelbild herunterladen
 

436

Pommern zuletzt 1619, (loch erhielt ein Sprosse des Geschlechts1674 den schwedischen Adelstand, wurde 1675 in das Ritterhauszu Stockholm eingeführt und 1712 kam vom Könige Carl XII. vonSchweden der Grafenstand in die Familie. Die schon mit demSohne des ersten Grafen 1770 wieder ausgegangene gräfliche Liniein Schweden führte nach Abdrücken von Petschaften im blauenMittelschilde einen rechts gekehrten, gekrönten, goldenen Löwen. Dem Wappen nach muss die freiherrliche Linie in Württem-berg nicht von der vor-, sondern von der hinterpommerischen Fa-milie stammen. Als nächster Stammvater der württembergischenFamilie wird von Gast Nicolaus v. Tessin genannt, von dessen dreiSühnen aus der Ehe mit Anna Margaretha v. Ellrichshausen dermittlere, Philipp Heinrich, den Stamm fortsetzte. Derselbe, früherbaden-durlach. Rath und Haushofmeister, trat. 1709, nach Ankaufdes Gutes Hochdorf, in herz, württemb. Dienste und starb 1728als Geb. Rath und Kammerpräsident. Von sechs Söhnen aus derEhe mit Maria Calharina v. Wüllwarth pflanzte allein Johann Fer-dinand v. f., gest. 1735, den Stamm fort. Aus der Ehe mit Eleo-nore Freiin v. Leutrum-Ertingen, Herrin auf Kilchberg, stammtenzwei Söhne, Johann Ferdinand und Philipp Friedrich Ludwig, überderen Nachkommen bis 1844 Cast (a. a. 0.) sehr genaue Nach-richten giebt. Die Familie gehört im Königreiche Württembergdurch Besitz des Rittergutes Hochdorf im Oberamte Vaichingen unddes Rittergutes Kilchberg im Oberamte Tübingen, durch deren Zu-stehen dieselbe früher den Rittercantonen Neckarschwarzwald undOrtenau einverleibt war, zu dem ritterschaftlichen Adel.

v. Teutscher.

Im blauen Schilde ein vorwärts gekehrter, doch rechtssehender,schwarz geharnischter Ritter, dessen schwarze Sturmhaube mit dreinach links wehenden, weissen Straussenfedern besteckt ist, welcherin der Rechten ein Schwert mit goldenem Griffe emporhält und dieLinke auf einen, zu den Füssen stehenden, Schild stützt. DerSchild ist silbern und der Länge nach getheilt und in der linkenHälfte von zwei rothen Querbalken durchzogen. Auf dem Schildesteht ein gekrönter Helm, welcher einen offenen, von Blau undSilber, mit gewechselten Farben, quer getheilten Adlersflug trägt.