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— Auf dem Schilde stellt ein gekrönter Helm, welcher zwei Bilf-fejshörner trügt, von welchen das rechte blau, das linke silbern ist.Die Helmdecken sind blau und silbern. — Abdrücke von Petschaf-ten. — Siebmacher, I. 155: v. Kökerilz, Meissnisch. — Wappenb.d, Sächs. Staaten, I. 80. — Sinapius, I. S. 519—524, II. S. 735.
— Grosser, III. 86. — Gauhe, I. S. 1048—1051. — v. Hellbach,I. S. 676. — N. Preuss. Adelslexicon, III. S. 132—134.
Preussen, früher auch Sachsen. Altes, seit Anfange des14. Jahrhunderts bekanntes schlesiscbes Adrlsgcschlccht., welchessich zeilig in der Lausitz, wo Friedland bei Liihhen als Stammhausangenommen wird, in Böhmen, Thüringen, in der Neumark etc.ausgebreitet hat. Nach anderen Angaben ist die Familie wendischenUrsprunges und aus der Lausitz und Sachsen nach Schlesien, Böh-men, der Neumark, Preussen etc. gekommen, auch meinen Finige,des Wappenhildes wegen, das Geschlecht stamme von einem Ritter,welcher, obgleich deutschen Ursprunges, den Adel im Dienste derKönige von Frankreich erworben habe. : — Poppo v. IL, Ritter,Herr zu Alldübern in der Niederlausilz, wird von Peccerislein alsberühmter Kriegsheld um 1304 aufgeführt; Walther v. IL war von1407—1411 Bischof zu Merseburg und nach Gründung der Univer-sität Leipzig der erste Cancellarius per'petuus derselben; Dilpold(Diephold) v. IL wird um dieselbe Zeil als einer der tapferstenRitter des deutschen Ordens genannt; Johann v. IL wohnte deinConcile zu Kostnitz bei und 1426 fielen, so wird von Moller, vonv. Ziegler u. A. erzählt, im Kriegsheere des Kurfürsten Friedrichdes Streitbaren in der Schlacht bei Aussig (Presslilz) 21 Köckritze.
— Im Laufe der Zeit breitete sich die Familie in den oben ge-nannten Ländern weit aus und kam zu grossem Grundbesitze. Inder Niederlausitz war dieselbe namentlich im 15. und 16. Jahrhun-derte und dann in Schlesien, so wie in Böhmen reich begütert.In Böhmen führte das Geschlecht den freiherrlichen Characler, ver-liess aber, in Folge der Religionsstreitigkeiten, dieses Land undwendete sich nach Sachsen. — Zahlreiche Glieder der Familie be-kleideten in den scldesischen Fürstenthümern, so wie im Branden-burgischen und später im Königreiche Preussen hohe Ehrenstellenin Staats- und Kriegsdiensten. Von den in der kön. preussischenArmee gestandenen Gliedern der Familie sei hier nur Carl Leopoldv. Köckritz, geb. 1744, gest. 1821, k. preuss. General-Lieutenantund k. General-Adjutant, genannt.
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