Druckschrift 
2 (1855)
Entstehung
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229
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Vermehrtes Wappen: v. Janowitz, Erbschenken in Württemberg.Schild geviert: 1 und 4 in Roth der oben beschriebene, geschachteBalken; 2 und 3 in Schwarz ein goldener Pocal oder Becher mitDeckel nach alter Art. Auf dem Schilde stehen zwei gekrönteHelme. Der rechte Helm trägt drei Straussenfedern, roth, silbern,blau, und der linke den Pocal des 2. und 3. Feldes. Die Helm-decken sind rechts roth und silbern, links schwarz und golden.Siebmacher, III. 107: Die v. Janowitz, Schwäbisch (im 1. Felde hatjede Schachreihe sieben, im 4. sechs Felder: nach den dem 4. Feldebeigelügten Buchstaben beginnt das Schach mit Blau). v. Hau-stein, III. S. 257 u. Tab. X: Janosky v. u. zu Janowitz. (jede Reihedes Schachs zu sieben Feldern; die Helmdecken links schwarz undsilbern, sonst wie Siebmacher). v. Meding, III. S. 305 u. 300(nach Siehmacher und v. Hattstein). Tyroff, I. 92 (nach v. Hau-stein). Gauhe, I. S. 926928. v. Hellbach, I. S. 605.N. Preuss. Adelslexicon, III. S. 24 u. 25. Freih. v. Ledebur,S. 392.

Preussen, früher auch Württemberg. Altes, ursprünglichböhmisches Adelsgeschlecht, welches aus dem Stammhause Janowitzunweit Kuttenberg im Czaslauer Kreise stammt und sich frühermeist Janowsky v. Janowitz, später aber nur v. Janowitz, oder Jan-witz geschrieben hat. Sprossen desselben sollen, wie Einige an-nehmen, mit anderen böhmischen Rittern, im Gefolge der Prinzes-sin Anna, Tochter des Königs Otlocar II. in Böhmen, welche dieGemahlin Heinrichs des Frommen wurde, im 13. Jahrhunderte nachSchlesien gekommen und später die Dörfer Janowitz bei Liegnitzund Kupferberg erbaut haben. Bucelini beginnt die ordentlicheStammreihe mit Hermann Janovski v. Janowitz um das Jahr 1390.Von den Nachkommen desselben kam, wie Einige angeben, im

16. Jahrhunderte ein Zweig nach Württemberg, nach Anderen aberviel früher und zwar, wie Sinapius vermulhet, im 13. Jahrhundertebei Gelegenheit der Vermählung der Prinzessin Agnes, Tochter desHerzogs Boleslas des Kahlen zu Liegnitz, mit dem Grafen von Würt-temberg Ulrich I. mit dem Daumen. Die Familie gelangte in Würt-temberg zu hohen Ehrenstellen und Ansehen, erlangte auch, wahr-scheinlich in der Person des Friedrich Ludwig v. Janowitz, geb.1618, das Erbschenkenamt, nach Allem in der zweiten Hälfte des

17. Jahrhunderts, nach Erlöschen der Familie v. Nippenburg. DerZweig in Württemberg wurde als die schwäbische Linie der Familieaufgeführt. Nähere Nachrichten über diesen Zweig im 18. Jahr-