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2 (1855)
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III. 2. Suppl. zu Siebmacher, VII. 12. Das alte Cammer-berg'sclie Wappen giebt Siebmacher, II. 58. v. Lang, S. 129u. 130. v. Hellbach, I. S. 395.

Bayern. Jobann Ulrich v. Füll, kurbayer. Regierungsrath zuLandshut, wurde vom Kurfürsten Max Emanuel von Bayern, 21.Jun. 1691, wegen Abtretung des Gutes Velding an das SchlossDachau, zum Freiherrn erklärt und zwar unter Vermehrung desWappens mit dem alten Cammerberg'schen Wappen. Derselbestammte aus einer bayer. Adelsfamilie, welche 1610 in der Persondes Franz Füll den Adel erlangt hatte. Der Sohn des Letzteren,Kriegscommissair in Savoyen, erhielt mit dem Titel Don eine erb-liche Commende des Ordens St. Maurizii et Lazari in Piemonl, undein Enkel desselben war der obengenannte Freiherr Jobann Ulrich.Von diesem stammte im zweiten Gliedc Ferdinand Joseph Franz dePaula Freih. v. Füll, geb. 1764, Herr auf Grunertshofen, Windacliund Eresing, k. bayer. Oberlieut. a. D.

y. Funck (Funcke).

Im silbernen Schilde ein rechtsgekehrter, gekrönter Lüwe,dessen Kopf, die rechte Vorder- und Hinterpranke und der Schweifgolden, die übrigen Theile aber schwarz sind. Auf dem Schildesteht ein gekrönter Helm, aus welchem, zwischen einem offenen,schwarzen Adlersfluge, dessen rechter Flügel mit einem schrägrech-ten, der linke mit einem schräglinken, mit drei rolhen, fünfblätte-rigen Rosen belasteten, goldenen Balken belegt ist, der Löwe desSchildes aufwächst. Die Helmdecken sind rechts schwarz und gol-den , links schwarz und silbern. Abdrücke von Petschaften.Wappenb. d. Sachs. Staaten, IL 62. Siebmacher, IV. 68 (tingirtden Adlerstlug blau), und V. 366: Die Funcken, Kemptische ehr-bare Patricier (der Schweif des Löwen im Schilde ist nach linksdreimal ausgeschlagen. Das Gesicht scheint kein Löwengesicht zusein. Aus dem Helme wächst nur der Löwe des Schildes, undzwar ohne Schweif, aufj. Sinapius, II. S. 632. Gauhe, I.S. 398. v. Hellbach, I. S. 398. N. Preuss. Adelslex., II.S. 206 und 207 (giebt dem Löwen ein Mannsgesicht und tingirtdenselben schwarz, doch sind dessen zwei rechte Pranken golden;die Flügel auf dem Helme werden blau angenommen). Freih.