91
das N. Preuss. Adelslex., I. S. 373, und Frcih. v. Ledebur, I. S. 144,das Wappen beschrieben. Auf dem Abdrucke von einem Petschafteerscheinen die oben erwähnten Schildhalter. Das Wappen derFreiherren v. d. Brügghen findet sich in dem Wappenb. d. preuss.Itheinprov., 1. XXIX. 37 u. 38 und S. 22 zweimal, und zwar ganzgleich, als Wappen der Freiherren v. d. ßriigghen zu Aachen undzu Haaren. Der Schild ist geviert: I und 4 in Gold der obenbeschriebene Querbalken mit den auf demselben zusammenstossen-den Degen, und 2 und 3 in Silber der erwähnte sitzende Löwe.Der Schmuck des Helmes verhalt sich ganz, wie oben angeführtwurde, die Helmdecken aber sind rechts und links blau, roth undgolden. Ebenso giebt auch Siebmacher, IV. 28, das Wappen. DasN. Preuss. Adelslexicon erwähnt, V. 79, die Familie, ohne Angabedes Wappens, Freih. v. Ledebur aber giebt, I. S.III, das Wappenkurz an.
Preussen. Friedrich Joseph Anton v. Coels, k. preuss. Kam-merherr und Geh.-Heg.-Rath, Landrath a. D., ritterschaftl. Mitgliedder rheinischen Provinzialstände, Herr auf Frankenburg, Wilhelm-stein, Steinhaus und Nyssweiler, wurde vom Könige Friedrich Wil-helm IV. von Preussen, laut Diploms d. d. Berlin, 12. März 1851,für sich und seine Nachkommen mit dem Prädieale: v. d. Brügghen,und unter Vermehrung des angestammten Wappens mit dem Wap-pen der freiherrlichen Familie v. d. Brügghen, in den Freiherren-stand erhoben. Derselbe ist seit 31. Dec. 1820 mit Eugenie Freiinv. d. lirilgghen vermählt. — Die Familie v. Coels ist ein altes, indie Adelsmatrikel der Preuss. Rheinprovinz unter Nr. 43 eingetra-genes Adelsgeschlecht, welches in Rheinpreussen und den Nieder-landen grossen Grundbesitz hat. Dasselbe kommt schon im 14.Jahrhunderte vor, gehörte seit mehreren Jahrhunderten in Brüsselzu den privilegirten Geschlechtern und bekleidete in Brüssel undin anderen brabantischen und flandrischen Städten die erstenRathsstellen. Die bekannt gewordene nähere Stammreihe der Fa-milie beginnt mit Philipp Anton v. Coels, k. span. Major, geb. 1582.Im Anfänge des 18. Jahrhunderts kam dieselbe nach Cüln, Trier etc.und erlangte bedeutende Güter in der Eifelgegend. — Die Freiher-ren v. d. Brügghen stammten aus einem allen jülichschen Adels-geschleclito, welches in und um Aachen und im RegierungsbezirkeCleve begütert wurde und in die Adelsmatrikel der Preuss. Rhein-provinz unter den No. 49, 60 u. 92 eingetragen ist. — Die Fa-milie, welche auch nach Westphalen, Lievland und Curland gekom-