Druckschrift 
1 (1855)
Entstehung
Seite
453
Einzelbild herunterladen
 

453

v. Warkotsch., Freiherren.

Im rollien Schilde zwei ins Andreaskreuz gelegte, oben miteiner silbernen, heraldischen Lilie besetzte, ausgerissene Staudenmit vier Wurzeln und an jeder Seite mit zwei dein Geasteten ähn-lichen Ausschüssen. Den Schild bedeckt eine siehenperlige Krone,auf welcher ein gekrönter Helm steht. Derselbe trügt einen offe-nen, reiben Adlerstlug, zwischen welchem das Wappenbild des Schil-des schwebt. Die Ilelmdecken sind colli und silbern. Abdrückevon Petschaften des freiherrlichen Wappens. Siebmacher, I. 56,zeigt das Wappenbild des Sfafmmwappens, wie beschrieben, kröntaber den Helm nicht und stellt auf dem Helme das Wappenbild sovor den Flug, dass die oberen und unteren Theile desselben dieFlügel belegen. Alle noch vorhandene ältere Petschafte geben dasWappen wie Siebmacber, welcher in derDeclaration" kurz sagt:die Lilien sammt den Stielen weiss. Sinapius nannte das Wap-penbild Lilienstengel, Spener sab auf die ausgerissenen Wurzelnund führte dasselbe als trunci duo superius liliati auf. v. Me-ding, IL 641, nahm mit einer Lilie besetzte, ausgerissene Staudenan. Sinapius, I. S. 1021, u. II. S. 1098. Gaube, I. S. 27792781. Zedier, LII. S. 21262129. Megerle v. Mühlfeld,Ergänzungsbd., S. 112. v. Hellbach, II. S. 685. N. Preuss.Adelslexic., IV. S. 314. Gen. Taschenb. d. freih. Ilauser, 1853.S. 394, und 1855. S. 670.

Preussen, Oesterreich. Carl Ferdinand v. Warkotscherhielt vom Kaiser Carl VI., 12. Jan. 1735, den böhmischen Frei-herrenstand. Altes, ursprünglich ungarisches Geschlecht, welchesauch Warkotzsch und Warkosch geschrieben wurde und welchessich aus Ungarn nach Schlesien übersiedelte, wo sich dasselbe indie lliiuser Silbitz und Wilmsdorf theilte und zu grossem Grund-besitze gelangte. Nicolaus v. W., Herr auf Nobschütz im Ratibor-sehen, war 1503 bei dem zu Frauenstein gehaltenen Ritter-RechteBeisitzer. Georg v. W., schlesischer Ritter, diente 1540 als kais.Oberst im Türkenkriege, wohnte der Belagerung von Ofen hei undvertheidigte 1543 als kais. General und Commandant die FestungWeissenburg gegen die Türken und fiel dabei im Kampfe etc.Der oben genannte Freiherr Carl Ferdinand wurde 7. Nov. 1741k. preuss. Kammerherr. Derselbe besass früher das Gut Ciasnoim Lublinitzer Kreise, liess sich aber später in Rybna im BeuthnerKreise nieder. Der Enkel desselben, Carl Anton Leopold Frei-