402
v. Spangenberg.
Schild von einem links schrägen Stnfenschnitte von Rolli undSilber getlieilt, und in der unteren silbernen Hälfte (sonach kann esnicht heissen von Silber und Roth getheilt) eine fünfblätterige, rotiieRose mit fünf vorgeschossenen, grünen Lorbeeren und einem gelbenHolzen. Auf dem Schilde steht ein rechts gekehrter, gekrönter Hehn,welcher einen offenen, schwarzen Adlersflug trägt, zwischen wel-chem die Rose der unteren Schildeshälfte schwebt. Die Helm-decken sind roth und silbern. — Abdrücke von Petschaften. —Horst, Allgem. Wappenh., I. S. 53 55 (nach dem Diplome). —Supplcm. zu Siebm. Wappenh., VI. 14 (der Adlersflug ist silbern).— Tyroff, II. 53, giebt nur den Schild, welcher mit einer Kronebedeckt ist. — Freih. v. d. Knesebeck, S. 266.
Preussen, Hannover. Die Geschwister Spangenberg: Au-gust Ludwig, Carl Friedrich Wilhelm und Heinrich Georg Traugott,so wie die Schwestern Beate Auguste Antonie, Sophie HenrietteFriederike und Christiane Wilhelmine Dorothee, sämmtlieh hinter-lassene Kinder des gräflich Reussischen Amtmannes zu Hirschbergim Voigtlande Andreas Spangenberg (dessen Oheim, Johann Georgv. Spangenherg, w. kais. Geh. Rath und Commissarius der Kammer-Gerichts-Visitation, 21. Sept. 1775 den Reichsfreiherrenstand erlangthatte), erhielten vom Kaiser Joseph II., lt. Dipl. d. d. Wien, 5. Nov.1780, unter Verleihung des oben beschriebenen, neuen Wappens,ein Bestätigungsdiplom des ihnen zustehenden alten Adels. Das neueWappen enthielt den Schild des dem Freiherrn v. Spangenbergverliehenen Wappens, welches zwei gekrönte Helme hatte, derenjeder die Rose des Schildes trug. Den Schild hielten zwei aus-wärlssehende, silberne Adler. — (Suppl. zu Siebm. Wappenh., VI.14. — Dorst, Allg. Wappenh., 1. S. 62). — Die Familie soll, wieEinige annehmen, von dem von Gauhe, II. S. 1092, aufgeführtenalten bayerischen Adelsgeschleehte v. Spangenberg stammen, wel-ches aus Bayern zeitig- nach Thüringen gekommen ist, und auswelchem Hermann v. S. 1308 in einer Urkunde des LandgrafenFriedrich in Thüringen vorkommt. Auch Freih. v. d. Knesebeck(a. a. 0.) nimmt an, dass dieselbe in Thüringen zu Hause sei, ur-kundlich schon 1276, 1282 und 1294 auftrete, und in die hanno-verschen Lande um die Mitte des 18. Jahrhunderts durch denOberst-Lieutenant Gottlob Anton v. S. gekommen sei. Als Vaterdesselben wird der fürstl. reuss. Hof- und Justizrath Johann Fried