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S. 381. Tafel XIV. Fig. 2. Der an dem Kapital und der Base der Säulen des Hermes-tempels zu Aschmounin vorkommende Namenscliild läfst, nach Herrn Cham-pollion's phonetischem Hieroglyphen-Alphabet (Lettre ä Mr. Dacier pl. 4sich ohne Mühe Philippos lesen. Das Quadrat wäre ein n, das folgende Zei-chen sieht dem koptischen Buchstaben Hori nicht unähnlich, und könnte sonachdie Aspiration ausdrücken; die zwei Falkenfedern wären I» der Löwe A, zweiFalkenfedern wiederum I, das Quadrat n, die herabhängende Blnmenknospe o,der sich umlegende Zug E. L T m den \ ogel neben den Falkenfedern nicht ohneBedeutung zu lassen, könnte man eine Anzeige darin finden, dafs das Jota kurzund der folgende Konsonant zu verdoppeln sey. Hätte man sonach den NamenoiAinnos mit allen seinen Buchstaben herausgebracht, so liefse sich aus dem vor-gesetzten Yulpanser der Schlafs ziehen, dafs der andere Hieroglyphenschild denNamen Alexanders enthalten müsse. Da dieser König es sich ungeheure Summenkosten liefs, in den Dedicationen griechischer Tempel, die er nicht erbaut hatte,genannt zu werden; so dürfte man sich nicht wundern, seinen Namen auch aneinem der schönsten ägyptischen Gebäude wiederzufinden. Leider widerstehenaber die Zeichen dieses Schildes jeder auf Alexander passenden phonetischenAusdeutung, und sind auch gänzlich von denen eines Gebäudes zu Karnak, worinChampollion den Namen Alexanders gefunden zu haben glaubt (l. c. p. 17.Nr. 25. 26.), verschieden. Ich habe diesen Dentungsversuch der Hieroglyphenvon Hermopolis hier übrigens nicht erwähnt, um ihm irgend ein Gewicht beizu-legen, sondern vielmehr, um daran zu erinnern, dafs in den phonetischen Hiero-glyphen, die zuverlässig vorhanden waren und den Uehergang zu der Buchstaben-schrift bildeten, ein Geheimnifs vorliege, dessen vollständige Lösung noch nichtgefunden sey. Die unendliche Mehrzahl der Namen ist nach Champolhon's Prin-zipien unlcsbar; obgleich eine sehr natürliche Analogie die Vermuthung recht-fertigt, dafs sie eben sowohl phonetisch geschrieben seyn dürften, als die derFürsten und Fürstinnen des Ptolemäischen Hauses. Jene Namen haben in vielenFällen die grüfste Achnlichkeit mit wahrhaften Wappenschildern, hei denen manin der Auswahl und Zusammensetzung der Zeichen nicht blos auf den "W ortklangRücksicht nahm, sondern auch religiöse und astrologische Beziehungen von heil-bringender Bedeutung auszudrücken strebte, so dafs der Namenschild jedes Fürstenzugleich eine talismanische Gewährleistung des Segens der Götter enthielt. Trugdoch nach dem Glanben der Aegypter sogar Isis seihst ein Amulet, um sich gegenden Einflufs typhonischer Gewalten zu sichern (Plutarch. de Is. et Osir. c. 68.)■
S. 390. Z. 21. Die Gründe, nach welchen Zoiiga den hei der Porta del Popolo aufge-stellten Obelisk für den von Hermapion erklärten hält, sind sehr schwach; ausden Namenschildern desselben scheint vielmehr zu erhellen, dafs derselbe nichtvon Heliopolis, sondern von Theben nach Rom versetzt worden, und von denselbenFürsten herrührt, welche die zu Luxor errichteten. Die Namen des laterancn-sischen Obelisken finden sich dagegen zum Theil auch an dem noch jetzt zu
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