Druckschrift 
[Hauptbd.] (1824)
Entstehung
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Einganges befindlichen. Sie sind aus rosenfarbigem Granit und sollen 97 Fufshoch seyn, indem man behauptet, dafs sie 22 Fufs hoch in Schutt und Erdebegraben seyen. Das Pyramidion, welches ihren Gipfel bildet, ist nach einergeschwungenen Linie zugespitzt, und die Eingrabung der Hieroglyphen mitfast unbegreiflicher Sauberkeit ausgeführt. Mit den hier gegebenen Abbil-dungen derselben, die höchst getreu sind, bitte ich die Ute und 12te Tafelim dritten Bande des französischen Prachtwerkes zu vergleichen, wo manindefs nur drei Seiten dargestellt findet.

Aulfallend ist die Verletzung der Symmetrie in den Abständen dieserObeliske und der hinter ihnen befindlichen sitzenden Kolosse. Diese sindaus schwarzem Granit, und sollen 34 Fufs hoch seyn, sind aber beträchtlichverschüttet. Drei Fufs hinter ihnen erheben sich die thurmartigen Flü-gelgebäude *), die man Pylone zu nennen pflegt, und, wie man deutlichwahrnimmt, niemals vollendet waren. Auf der einen Seite erblickt man diesehr beschädigte Darstellung einer Schlacht, in der Kämpfer zu Pferde vor-kommen. Die Pylonen dürften sonach eigentlich als Triumphbogen **)anzusehen seyn, und alle Gebäude, vor denen man sie mit Schlachten,Triumphzngen und andern kriegerischen Darstellungen bedeckt sieht, halteich uicht für Tempel, sondern für Paläste, in deren Innern sich indefsKapellen und Tempel befinden mochten, wie dies mit unsern Schlofskirchennoch jetzt oft der Fall ist. Auch bemerkt man unter den dem Nil zuge-kehrten hinleren Gemächern des Palastes zu Luxor ein offenbar zum Got-tesdienst bestimmtes Ileiligthum. Während alle andern Theile des Gebäudesaus Sandstein aufgeführt sind, besteht dies Sacrarium aus Granit und ist inseinem ganzen Umfang durch einen Zwischenraum von zehn Fufs von seinenUmgehungen abgesondert ***).

*) T* Xtycfistx a-TE{«, wie Strabo sie nennt. Man sehe Ilirt's Geschichte der Bauhmst.Vol. I.

**) Ueber die Bestimmung der Tempelflügel sehe man die Erklärung der 15 ten Tafel.

***) M. s. den Grundrifs Tafel XV. Fig. 1. F., und oben pag. 121.