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man während der Nacht auf Kameelen und Barken die Stöcke von einemOrt zum anderen.
Der Palast des Memnon zu Abydus ist bis an die Decke in Sand undSchutt begraben, und ich mufste, auf dem Rücken liegend, mit grofser An-strengung mich in das Innere hinein arbeiten, und seihst dies wurde oftunmöglich. Die Decke der Säulenhallen bildet zum Theil scheinbare Gewölbe,indem drei horizontal liegende Steine, deren mittelster der breiteste ist, nacheinem Halbkreis ausgeschnitten sind; man sehe Tafel XXIX. Fig 11.*). DieWände, so wie die breiten Schlufssteine der Wölbung, sind mit herrlichenHieroglyphen bedeckt, und alle Zwischenräume mit Sternen überstreut; wo-durch die Gelehrten der französischen Expedition auf die Meinung gebrachtsind, es seyen hier Constellationen dargestellt, die ich indefs bei dem müh-samsten Suchen nirgends bemerken konnte; es sey denn, dafs sie sich ineiner jetzt ganz unzugänglichen Kammer befinden **).
Abydus galt für eine der vierzehn angeblichen Grabstätten des Osiris,dem auch in dieser Stadt ein Tempel geweiht war; angesehene AegypterHelsen sich deshalb gern liier beerdigen, und man findet in der Umgegendsehr-viele Grabmäler und Denksteine, mit Bildwerken von der vortrefflichsten
*) Sehr deutlich beschreibt Strabo diese ausgeschnittenen Wölbungen zu Abydus: xx.rxr.x^9-ntru>h* Eben diese Construction war, nach seiner Bemerkung, im Labyrinth ange-
wandt, wodurch die Nachricht des Plinins: Circummon, der Eunuch des Königs Nectabes , habebei Wiederherstellung des Labyrinths die Wölbungen durch sehr künstliche Gerüste unterstützt, ihreAufklärung erhält. H. N. XXXVI, 19. 2. Tradicur, fulsisse trabibus Spinae oleo incoctae, dumfornices quadrati lapidis assurgerent.
*) Da ein Einzelner für sich allein nicht alles ausführen kann, so bin ich, falls sich Mitinter-essenten finden sollten, nicht abgeneigt, das Memnonium von Abydus aus seinem Schutt hervorgra-ben und mit allen Bildwerken und Hieroglyphen vollständig darstellen zu lassen. Es dürfte wenigoder gar kein Verlust bei dieser Unternehmung zu fürchten seyn, da die Producte der Excavation,ich meine die zu findenden mannigfaltigen Alterthümer, die Unternehmer für gehabte Kosten hinrei-chend schadlos halten würden. Auf diese Weise erhielte man endlich die vollständige Darstellungeines merkwürdigen Gebäudes, und die aus fragmentarischen Abbildungen nur unvollkommen zu schö-pfende Belehrung über den wallten Geist und Zusammenhang der ägyptischen Kunst und Bildnerei.
A. d. V.
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