Helmtes lUjutcl
Cairo.
Einwohner — Bauart — Moscheen — Josephsbrunnen — Palast des Pascha — Mekias undPulvermiihle auf der Insel Rhoda — Umgegend Cairo's — Befestigung — Vorschläge, siezweclimäfsiger einzurichten — Sitten — Wechabiten — Sklaven — Krankheiten — Tänzerinnenund Sängerinnen — Schlangenbeschwörer — Boulak — Der neue Palast — Schoubra — Anlagertdes Pascha — Ausflucht nach Matarieh und Bivouak bei den Pyramiden.
.Die Hauptstadt Aegyptens und gewissermafsen des ganzen Welttheils, wozudieses wunderbare Land gehört, El-Kahera, die Siegreiche, hat eine sehrgemischte Bevölkerung. Aufser eingeborenen Kopten, den Nachkommen deralten Aegypter, die sich durch eine eigenthümliche Gesichtsbildung auszeich-nen und deren, im ganzen Lande zerstreut, etwa noch 150,000 der christ-lichen Pieligion treu gebliehen sind, findet man Türken, Araber, zur Lehredes Propheten zurückgekehrte Wechabiten, ferner Juden, Griechen, Arme-nier, Maroniten, levantinische Katholiken und, unter der aufmunterndenPiegierung des jetzigen Pascha, auch viele Europäer. Die ganze Summe derEinwohner soll indefs, in Cairo und Boulak zusammen, nicht 300,000 betra-gen; nach dem unsäglichen Gewühl, das in allen Strafsen der weitläuftigenStadt von Morgen bis Abend auf und ah wogt, hält man die Bevölkerungfür weit zahlreicher.
Um in den engen winkligen Gassen fortzukommen, mufs man beständigsich drehen und wenden und an die Häuser drücken; die den Reitern