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[Hauptbd.] (1824)
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gegen die südliche Wüste, fortzieht. Von ihr aus erstrecken sich mehrereZweige bogenartig gegen das Mittelmeer, woselbst sie sich entweder in sanf-tere Verzweigungen verlieren, oder schroff abfallen.

Jener von Osten nach Westen reichende Hauptzug besteht aus Horizontal-lagen von Urkalkstein mit Sandstein vermischt, von verschiedener Härte undWeifse, zwischen welchen man grofse Kiesel in concentrischen Lagen findet,welche gleichsam den Kern dieser langen Kette bilden. Die Auflösung istgrofs und wird in auffallender Beschleunigung durch die salzige Luft bewirkt,welche das Gestein anfrifst, zerbröckelt und gleichsam in Sandbächen herabzu rieseln zwingt. Die kleineren Verzweigungen dagegen bestehen aus Sand-stein, hei welchem ein Uebergang statt findet, der den Beobachter in Zweifelläfst, oh der vorhandene Sand aus der bewirkten Auflösung des Steines her-vorging, oder ob jener noch gegenwärtig nach und nach in Stein übergeht.Ich bemerkte dergleichen Conglomerate, die halb Sand und halb Steinwaren, und Herr Dr. Eubenberg zeigte mir ein gefundenes Stück Thon,von Porphyrhärte, in welchem sich eine gewöhnliche Gartenschnecke einge-schlossen fand; ein Umstand, durch welchen die noch fortschreitende Bil-dung des Gesteins beinahe aufser Zweifel gesetzt wird.

Der allgemeine Charakter der Libyschen Wüste ist Einförmigkeit, sowohlin der Gestaltung, als in den Bestandtheilen. Jene zeigt horizontale Flächenvon relativ unbedeutenden Erhöhungen und Vertiefungen. Die Bestandtheile,die sich dem Auge darbieten, sind Kiesel, Thon und Salzmassen, auf derOberfläche abgelagert, zusammengespült oder über einander gerollt, und wodiese fehlen, trifft man keinen Humus, sondern nackten Sand- und Kalkstein-fels. Längs der Küste und etwas im Innern, bis zu der Gegend, wohin wahr-scheinlich einst der Mareotis seine Gewässer erstreckte, stöfst man auf Bänke

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von Muscheln, während der übrige Grund fest mit Kalk und Thon im-prägnirt ist. Dieser Kalk scheint seinen Ursprung zertrümmerten Schneckenund Muscheln zu verdanken, die zermalmt und verwittert gleichsam ihremElement zurückgegeben sind; der Thon aber ist aus dem Gestein ausge-waschen, und füllt häufig, weiter im Innern gegen Siwah hin, gleich einem