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Behandelt man dasselbe mit 200 Theilen Wassers, so lösen sich nachBeschaffenheit der Krusten, 10 bis 20 p. C. davon auf, während der übrigeTheil unaufgelöst zurück bleibt. Die Auflösung ist neutral, oder sie hatdoch nur eine äufserst schwach alkalische Reaction, und Säuren bewirkenweder in der Auflösung, noch in dem Rückstände eine Gasentwickelung.
Die eben bemerkte wässerige Auflösung wird gefallet durch salpetersau-res Silber, durch Sauerkleesäure und Barytauflösungen; blausaures Eisenkaliund Ammonium verändern dieselbe nicht. Durch Verdunstung krystallisiretdie Auflösung in Würfeln und einer unförmigen Salzmasse, die bei derBehandlung mit Weingeist in salzsaures Natrum und schwefelsauren Kalkzerfallt, welcher, wie im Folgenden bemerkt werden soll, zerlegt wurde.
Der in 200 Theilen Wassers unauflösliche Antlieil des Salzes wurde mitkohlensaurer Kaliauflösung gekocht. Die Flüssigkeit gab durch Krystallisa-tion schwefelsaures Kali, wobei kohlensaures Kali zurück blieb und das vonder Flüssigkeit abgesonderte Salz löste sich in Salzsäure, brausend und unterZurücklassung von etwas lehmigem Sand, auf. Sauerkleesäure fallete daraussauerkleesauren Kalk, und blausaures Eisenkali zeigte eine Spur Eisenoxyds an.
Löset man dagegen einen reinen Salzkrystall in 800 Theilen Wassers auf,so wird die Auflösung zwar durch Sauerkleesäure und Barytauflösung, nichtaber durch salpetersaures Silber gefallet.
Durch Zusammenreiben des Salzes mit gelöschtem Kalk entweichen keineammoniakalischen Dämpfe.
Hieraus gehet hervor, dafs das Salz von der Oase des Ju-piter Ammon ein Gemenge von Gyps mit 10 bis 20 p. C. Koch-salz sey. Der lehmige Sand und die Spur Eisenoxyds rührenvon dem Erdboden her, aus welchem dasselbe auswittert.
Bemerkenswerth ist die secundäre Krystallform, unter welcher der Gypshier erscheint. Etwas ähnliches bietet zwar der Gyps von Montmartre undMenilmontant dar, welcher durch das Verwachsen zweier Linsen eine ArtVisir darstellet; allein mir ist aufser diesem Gypse kein Beispiel von dererwähnten Säulenform bekannt.