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[Hauptbd.] (1824)
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hielt das Mittel zwischen beiden *). Eine Bestätigung dieser Nachricht könnteman darin finden, dafs die Siwaher von viel dunklerer Farbe sind, als dieAegypten auch kamen mir unter ihnen viele ächtaethiopische Physiognomieenzu Gesicht, die von einer Mischung des Blutes herrühren könnten. Manmufs aber dabei nicht aufser Acht lassen, dafs viele wirkliche Neger ausdem inneren Afrika nach Siwah kommen, und sich hier aufhalten.

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Ich suchte die einheimischen Ueberlieferungen über die Herkunft derjetzigen Einwohner zu erfahren, und ein Scheik des Ortes Schargieh trugmir eine Erzählung vor, nach welcher bei der Eroberung Siwahs durchdie Araber alle Einwohner bis auf 600 niedergemacht wurden. Von diesen600 am Leben gebliebenen Ureinwohnern stammten, nach seiner Behaup-tung, alle jetzigen ab.

Diese Nachricht stimmt auffallend mit der des Makrisi zusammen, nachwelcher zu seiner Zeit Santariah oder Siwah blos von 600 Berbern bewohntwurde * # ); und man sollte hieraus fast schliefsen, dafs jene Katastrophe,die den Siwahern in so schrecklichem Andenken blieb, nicht lange vorher,etwa im 14ten Jahrhundert, vorgefallen sey. Langles hat indefs eine Spurgefunden, nach welcher der Islam schon im l*2ten Jahrhundert hierherrschte und das Christenthum verdrängt hatte ***). Einige frühere Ver-suche der Araber auf Siwah waren fruchtlos geblieben. Tarck Ben Zayad,der Eroberer Spaniens, wollte auf seinem Zuge von Aegypten dahin, Santariahmit Sturm nehmen, wurde aber zurück geschlagen und verlor viel Volk ****).Dasselbe begegnete, nach Aini, dem Mussa. Sein Versuch, die Stadt miteinem grofsen Heer zu erobern, mislang; denn ihre Mauern, heifst es,waren fünfzig Ellen hoch und die Pforten von Eisen. Wunder und über-natürliche Zeichen erschreckten die Belagernden; ägyptische Zauberer hattenin uralten Zeiten die Burg angelegt, und ein magisches Haus beschütztedieselbe. Diese beiden Feldzüge müssen zu Anfang des achten Jahrhunderts

*) Herodot II, 42.

**) Makrisi bei Langles pag. 384.

***) Edrisi ibid. pag. 398.****) Langles pag. 397.