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[Hauptbd.] (1824)
Entstehung
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ist l>is Augila hin in Libyen vorhanden; die Lage Siwah's zu der vonBaratoun, Curin, Augila und Aegypten ist dieselbe, wie die des Ammon-tempels zu der von Parätonium, Cyrene und den beiden andern Punkten.Die natürlichen Merkwürdigkeiten beider Gegenden treffen zusammen; undsollte man noch einen Beweis verlangen, so erblickt man jetzt unter denBildwerken des Heiliglhums von Siwah den widderköpfigen Ammon, ebenso dargestellt, wie er auf den Denkmälern von Theben vorkommt. EineUebereinstimmung, die schon Herodot bemerkt (IV. 181.).

Noch entscheidender wird dies alles durch folgenden Umstand. Aelterearabische Schriftsteller schildern unter dem Namen Santariah oder Santrialieine Oase, die keine andere seyn kann, als die des Jupiter Ammon. Makrisi,der in der ersten Hälfte des 15ten Jahrhunderts schrieb, bemerkt ausdrück-lich, dafs Santariah zu seiner Zeit sehr herabgekommen sey und den NamenSiwah führe *). Was daher Rennell zuerst aus den Nachrichten Browneserwies, und Hornemann an Ort und Stelle muthmafste, dafs nämlich inSiwah der Orakelort des Ammon zu suchen sey, darf man als völlig gewilsannehmen.

Nach Browne liegt der Hauptort (Siwah Kebir) unter dem 29° 12' nörd-licher Breite und 44° 54' Ostlänge von Ferrol, die Benneil auf 44° 9'50"reducirt. Meine Messung, die ich indefs nicht in dem Hauptort, sondernbei dem Tempel anstellte, ergab 29° 9' 52", welcher Unterschied mit derEntfernung der Standpunkte ziemlich zusammentrifft. Browne schätzt dieLänge der Oase auf sechs englische Meilen, und ihre Breite auf 4£ bis fünf(etwa 1£ und deutsche Meilen); die Länge des fruchtbaren Gebiets beträgtaber, nach meiner Abmessung, über zwei deutsche Meilen, die Breite dage-gen nirgend über eine halbe. Der Boden besteht entweder aus blofsemSand, oder ist mit sandigem Thon bedeckt, der meistens mit Salz geschwän-gert ist, welches, an manchen Stellen, in grofsen reinen Geschieben, oderauch als feines krystallisirtes Salz zu Tage bricht. Zahlreiche süfse Quellen

*) LangUs l. c. p. 383. etc.