dFunfUü HapitcL
Siwah.
TJeber die Oasen und ihre Eintheilung — Die Oase des Jupiter Ammon — Siwah — Santaridh —Lage, Gröfse , Beschaffenheit und Cultur von Siwah — Datteln und andere Producte — Ort-schaften — Stämme, Sitten und Gesetze der Einwohner — Verfassung — Eroberung Siwah'sdurch Mehemed - Ali — Herkunft der Ammonier — Einheimische XJeberlieferungen undarabische Nachrichten — Sprache von Siwah — Ruine Umebida — Lage derselben — Schargieh —Sonnenquell — Einfassungsmauer — Pronaos und innerer Tempel — Construction desselben —Bemalte Wandreliefs — Unterirdischer Gang in der Nähe des Tempels.
Die Oasen dachte ich mir sonst als Gegenden, die durch fruchtbarenHumus sich von der sie umgehenden Wüste auszeichneten, wie man dieszuweilen in Europa an der Elbe und Oder, und selbst in Aegypten findet,wo die Wasserscheide des Nil oft ein nackendes steiniges Ufer von einemfruchtbaren trennt. Dagegen fand ich, dafs nur mehr oder weniger süfsesWasser sie bedingt, da ihr Boden dem der Wüste meistentheils gleichbleibt, und nur durch die Bewässerung veredelt wird. Den Ruhm aufser-ordentlicher Fruchtbarkeit und Schönheit verdanken sie ihrer Lage. Fürdie Beduinen der Wüste sind sie in der That Inseln der Seligen, wie siedem Herodot in Aegypten bezeichnet wurden. (III. 26.) Selbst den Reisenden,der unendlich gesegnetere Gegenden kennt, entzückt, nach wochenlangemDurchwandern einer verbrannten Einöde, der Anblick eines grünendenBodens, fliefsender Wasser und fruchttragender Bäume.