Druckschrift 
[Hauptbd.] (1824)
Entstehung
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Es treten nämlich mehrere zusammen, hängen die Gewehre über den Rücken,und singen, indem sie einen kadenzirten Geschwindschritt beobachten unddazu in die Hände schlagen, eine Art Kanon, wobei immer ein Vortanzenderdie ersten Worte anstimmt, und die übrigen alsdann einfallen. Den Inhaltdieser Lieder konnte ich nicht erfahren, mein Dollmetscher behauptete,er verstehe die Worte nicht Aus der Mimik, womit sie vorgetragen wur-den, liefs sich indefs leicht schliefsen, dafs sie etwas Unsittliches enthaltenmochten. Einer dieser Gesänge oder Kanons hiefs: Ana-Doja-Fimena.welche Worte der Vorsänger zuerst sang; alsdann fielen die Uebrigen beimzweitenmale ein, und nach der dritten Wiederholung stiefs der Vorsängerein gellendes Geheul aus, welches Jau lautete, und eben so genannt wurde.Zuweilen begleiteten sie diesen Gesang mit einer arabischen Doppelflöte vonRohr, die an die antiken Flöten dieser Art erinnert, und deren Klang vonunserer Schalmei, oder von dem sogenannten polnischen Bock sich innichts unterscheidet. Das Spielen der Flöte scheint den Kameelen angenehmzu seyn. Auch im Lager versammelten sich die Araber zum Gesang; sietraten in einen Kreis zusammen, in dessen Mitte einer gestellt wurde, der,während sie auf obige Weise sangen und in die Hände klatschten, sichunaufhörlich auf und nieder ducken mufste.

An allen diesen Belustigungen liefsen sie es bei dem Eintreffen vorSiwah nicht fehlen. Ich sandte den Scheik und seinen Schwager mit denEmpfehlungsschreiben, die ich an das erste Oberhaupt der Religion und anden ältesten Scheik bei mir führte, nach Siwah voraus, indem ich mit derKaravane langsam folgte. Der Weg führte etwa eine halbe Stunde langdurch lauter Palmenpflanzungen, bis wir den Hauptort erreichten. Anfangswurden grofse Schwierigkeiten gemacht, ob man mich einlassen wolle;denn die Siwaher sind ein gar argwöhnisches Völkchen. Endlich erfolgte dieEntscheidung, dafs ich auf einem freien Platze zwischen der Püngmauer undden Häusern mit meiner Begleitung mich lagern solle. Hier wurde mein Zeltin der Nähe eines Bet^auses bei dem Grabe Scheik Solimaris, eines Heiligen,

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