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[Hauptbd.] (1824)
Entstehung
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trieben die Kameele, wohin es ihnen beliebte, zwangen unsere Diener abzu-steigen, um sich selbst aufzusetzen, tranken unser Wasser und liefsen esauslaufen, so dafs wir zweimal während 24 Stunden bei der gröfsten Hitzekein Wasser hatten. Eingefangene Thiere, welche die Naturforscher ihnennicht so hoch, wie sie es verlangten, bezahlen wollten, liefsen sie wieder lau-fen oder tödteten sie. Einen Bouhara, eine Art kleiner Trappen, für welchenihnen zwei Piaster geboten wurden, liefsen sie vor unsern Augen durchden Falken des Magrobinen zerreifsen. Sie entwendeten uns, was sie nurerreichen konnten, schimpften meine Gefährten, und droheten ihnen beiZwistigkeiten mit ihren Flinten, so dafs einige von ihnen mir erklärten,sie könnten nicht mehr für ihre Geduld haften, es werde zu einem Aeufser-sten kommen. Der Mameluck gestand mir, es habe der Scheik sichdeutlich gegen ihn ausgelassen, dafs er, im Falle wir umkehren wür-den, wie wir einigemal zu thun drohten, uns übel mitspielen, und sichins Tripolitanische zurückziehen werde. Er fürchtete nämlich die Verant-wortlichkeit vor dem Pascha.

Heute erfuhr ich noch durch HeiTn Dr. Hemprich , dafs der Scheik,meines gemessenen Befehles ungeachtet, die Absicht nicht habe, die obenerwähnten Briefe unmittelbar nach Derna zu senden, sondern der nochimmer nicht abgegangene Bote habe blos Auftrag erhalten, sie im erstentripolitanischen Beduinenlager, das er antreffen würde, abzugeben, von woaus sie dann nur gelegentlich nach dem weiter entfernten Bengasi, als demnunmehrigen durch streifende Araber ausgemittelten Aufenthaltsorte desKalil-Bei und des Scheiks Hedoüdad , weiter befördert werden sollten.Da nun von diesen Empfehlungsbriefen das ganze Gelingen unserer Unter-nehmung abbing, so war ein neuer Zwist mit dem Scheik unvermeidlich,den ich rufen liefs, um ihm sein pflichtwidriges Betragen ernstlich vorzu-halten, wobei zugleich aller unsägliche Verdrufs, den wir erdulden mufsten,zur Sprache kam.

Der Scheik versprach, die Karavane nicht wieder ohne Noth zu ver-lassen, entschuldigte aber die unterbliebene Absendung der Briefe mit der

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