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[Hauptbd.] (1824)
Entstehung
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über einer Thüre den symbolischen Diskus, aber ohne Flügel, die wahr-scheinlich durch die Zeit oder durch unbefugte Hände vernichtet worden sind.An einigen Stellen der innern Wände sieht man mit Rothstein oder rotherFarbe Eingangsthüren und Gänge im Entwurf, und ihre Kalkirung ist soscharf, als wäre sie erst Tages zuvor angefertigt worden. Ich drang miteinigen Herren meines Gefolges so tief als möglich in ihre Verzweigungenein; allein ungeachtet ich es mir sehr sauer werden liefs, und an einigenStellen auf dem Bauche liegend durchschlüpfen mufste, so fand ich, aufeereinigen mumisirten Knochen, nichts das der Beachtung werth gewesen wäre.Die meisten Gänge und Kammern sind übrigens verschüttet, und es bedürfteeines bedeutenden Kostenaufwandes, um sie alle aufzuräumen.

In der Nähe dieser Katakomben besuchte ich noch ein zweites geräu-miges, ebenfalls im Felsen ausgehauenes Behältnifs, das auf viereckigen Pfei-lern ruht und für eine Kornkammer ausgegeben wird; allein mir schien esunvollendet, und seiner ursprünglichen Bestimmung nach wohl ebenfallszur Aufbewahrung von Todten oder wenigstens zu ihrer Vorbereitung, odervorläufigen Aufstellung bestimmt gewesen zu seyn. Dagegen spricht sichein drittes ganz nahe gelegenes Behältnifs, mit mehreren Reihen überein-ander im Felsen ausgehauener Nischen, nach Art der Kolumbarien, deutlichgenug als eine Katakombe aus, in welche bedeutende Oeffnungen dieganzen Leichen statt der Urnen hineingestellt wurden.

Die in der Nähe gelegene im Felsen gehauene Grotte, der man denNamen: Bad der Cleopatra, beilegt, bin ich nicht geneigt dafür anzuer-kennen, ungeachtet das Wasser des Meeres zu ihrer Thüre und zweiandern Oeffnungen plätschernd hineindringt, weil eine so prachtliebendeFürstin wohl schwerlich einen so gewöhnlichen Ort, der überdies so nahebei Grabgewölben gelegen war, zu einem Bade gewählt haben dürfte.Vielleicht war diese Grotte zum Waschen der einzubalsamirenden Leich-name bestimmt, so wie die übrigen im Felsen etwas weiter hinauf gelegenenOeffnungen des Uferrandes wohl zur Herbeiführung der Todten in Nachen,bis dicht vor den Katakomben, gedient haben mögen. Eine oberhalb des

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