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[Hauptbd.] (1824)
Entstehung
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sender Thiere, und Hunde in lästiger Anzahl. Verfallene und verlasseneHäuser, und die bewohnten von schlechter Bauart, und fremdartigem,unheimlichem Ansehn. Dies ist Alexandrien, wo die Neuheit des afrika-nischen Lebens gleich im ersten Augenblick alles Anziehende verliert.

So gelangten wir zu dem Okkel des Herrn Drovetti , und traten abbei dem Handelscompagnon desselben, Herrn Tourneaüx.

Diese Okke/s bezeichnen deutlich genug den gesellschaftlichen Zustanddes Orients. Es sind gleichsam Privatfestungen; Gebäude von gemeiniglichsehr beträchtlichem Umfange, und in einem Viereck angelegt. Da meistensnur ein Eingang zu ihnen führt, so kann man um so leichter, im Falleeines Tumults, in seinen eignen Mauern sich sichern, und in Zeiten derPest die Gemeinschaft mit der Stadt abbrechen. Der Name wird auch her-geleitet von El- Kalaat, welches ein Kastell bedeutet.

Kurz nach meiner Ankunft erhielt ich den Besuch der hiesigen fremdenConsuln; denn hier ist es Gebrauch, dafs man in dieser Höflichkeitsbezeu-gung den Fremden zuvorkommt. Ueberhaupt läfst man es gegen diese ankeiner Art von Aufmerksamkeit fehlen, und die Gastfreiheit geht hierin soweit, dafs man jeden empfohlenen Fremdling Wochen, ja Monate lang beisich aufnimmt, und unentgeltlich verpflegt.

Gleichxvohl kann ich mich nicht enthalten, einen Tadel hier auszu-sprechen, zu dem das Leben der in Alexandrien wohnenden Franken mirAnlafs zu geben scheint. Der Ton des Umgangs ist im Allgemeinen etwaskleinstädtisch und lästig. Man bekümmert sich gegenseitig viel um einan-der, und ist sehr eifersüchtig auf jeden zu gebenden und zu erhaltendenBesuch. Aber ungeachtet aller dieser Höflichkeitsbezeugungen ist jedergesellige Verein hier sehr schwierig, da National - und HandelsverhältnisseFamilien und Einzelne trennen, und sie sich unter der Hand Böses genuganzudichten suchen. Um so ehrenvoller sind die Ausnahmen, deren meh-rere gefunden zu haben, ich gern anerkenne. Die Menge der hier zusam-menströmenden Europäer von allen Nationen ist übrigens sehr grofs; da ihreinziger Zweck ist, sich zu bereichern, so darf es nicht befremden, wenn