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Fama || Avstriaca : Das ist/ Eigentliche Verzeichnuß denckwürdiger Geschichten/ welche sich in den nechstverflossenen 16. Jahren hero biß auff vnd in das Jahr 1627. begeben haben. Darin sonderlich die Böhmische Vnruhe vnd Außgang derselben/ neben viel andern sachen so sich fast in der gantzen Welt zugetragen/ erzehlet werden Sampt einem kurtzen Stam[m]Register deß Hochlöblichen Hauses Oesterreich
Entstehung
Seite
898
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Gedenckwürdiger Geschichten

Grass Heinrich von demBerg mit einem sicn gemacht/vnnd hettcn die Kruenhüllcri-

starcken^äger sich vmb selbeGegend verhak- sche selbst.?. der Vomembsten vnter ihnen

ten/nicht allein dieArbeiterzubcschützen son- gen Hntz gefangen gebracht/ »stauch allent-

dern auch die zur Defension nöhtige Schan- halben im ^andt den Anstiffkern vnd Räd-

Schantzen zuerbawcn. leinsführem fleissig nachgttrachtet/vnd was

Diese gantze newc Fahrt istacht Nider- man ertappen kontc/lnHaffrung genommen

lendische Mcylen/oder acht Stund gchens worden.

ÄSnig inPolenkomptjuVanyig

lang/fengt vnter Rheii'.berg an/vnd soll vn-ter Vcnlo in die Maß lausten. IstanfttzoZ5.Schuhc breik/vndf.tiest. Doch soll es beydem nicht verbleiben/ sondern sott durchaußloo.Schuhebrcit/vnnd achtln den Grundttieff gemacht werden.Vondttlmcro i,biß n.seynd lauter Fönen oder Schantzen/so mei-stenthells allberettfertig/die mit blumcro-F. vnd 14. gezeichnet/sind Regal fönen oderHauptschantzcn / Von Rhcmbcrg biß anGeldern sind ii.Schantzen/dcrcn 10 mit hal-benBollwercken verwahret/die eineabermitNumero angewiesen/ist ein HauptschantzVon Vcnlo blß Geldern sind?.Schantzendarunter eine / nemlich vnter Numero 14.auch ein Regalfort oderHaubtschantz ist.

Ob wol der König in Polen den vonSchweden auß seinem 4ager zuvertrcibenvergeblich sich vnterstanden/hat er demnachnicht vmerlassen wollen die Statt Dantzigvndero Burgerschafft mit seiner gegcnwartzu aninmen vttnd gegen alle anstöß/so ihnennoch hcfftig zusetzen / gefreyt zu machen. Istalso den 5. dieses/neben dem Printzen -L,adts-lao/wie auch in 5<>.Rahtshermmlt vnge-fehr 2500. Mann allda ankommen/ vnd sehrstattlich empfangen worden/ den i4.aber sichwiderumb nach Tom begeben / dahingegenden 1?. cm Reichstag angesetzt war. HabenIhr May. imnuctcist dero Armee bey Dir-schaw mustern lasscn/vnd dieselbe m zoovo.starch befunden.

In» Anfang bloucmbri! (vngefehr den2.odcr z.)wie vom f.außMadm geschrieben»nHlftaM ward/ist die Königin inSpanie einer Toch-ürgebo^ terniderkommen/vnnd/ wiewol nicht ohneGefahr/genesen.Als nun der König hievondie Aeittung empfangen/ hat er m -7. Stun-den u. Spanische Meyl geritten / vnnd dieKönigin etwas bester aust befunden.

Welcher gestatt dieBawren so wol von deKeys.als Chur Bcyer.Kriegsvolck/sondcr-lich dein He» :n von Pappenheim/bey Ge-mündt vnnd anderswo fast gantzzcrtrcntvngeschlagen wordc/lst oben vermeld. Vom 2?:dlezes wird nunfcrmcrauß^mtz geschriebendaß darauss das Preunerische Regiment indas Mülen Vle» tc! geruckt/vü daselbst auchein gute anzahl erlegt hetten.Immiktelft het-tcn sich in 16. Pfar: od Kirßpeln.dem Frey-hennvon Kruenhüllcr zuständig/ ergeben/dcrowegen/wcil kein Hoffnung einiges auff-kominens mehr vorhanden/ dieVornembstesich vnbefanter weiß hindurch nach Schle--

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WeitererVerlaufsm» denBawren

Man hatte zu Anfang dieses Monats zustandauß Italien/nach dem die Bcfclch dasVelt-linische Wesen betreffend von Rom kommenhettendiePäpstliche iVlinittn cinOffieamenzudem Marquis äe Louure gesandt/vnndselbige zeige lassen/der sich auch willig erzeigtsolche Disposition ins Werckzu richten/ al-lein begehrte er daß er zuuor mit seinem Kö-nig vnnd dessen Bundtsverwandtenttn5 sich vntcrrcdcn vnnd Eommunicationpflegen möchte / del owegcn gemeidter Offi-ciam ohn einigen Schluß naher Mcnza zurück kommen / dahin obgemeldter Marquisauch eine Person abgesandt/so aber herna-chermit vonLvn^a^säeLorciuazuGra-uedona tracttrek.Vnd wel! vnter dessen dasPapstltchcVolck abdezahiet ward/vermuth-tcteman der Aug ins Veldlin würde fortge-hen. Waren dazumal auch vntcrschicdlicheTruppen Teutscher vnd anderer NationenSoldate/so von denVenedige rn abgedancklworden/nach Meylandt pajstrt/ ingleichemhatte sich etliche Capiteine so der HcrtschafftGenua vnter dem Obrlsten Baldirane ge-dienet/ wider nach Temschlandr begeben.

Vndwiewol in den Grawbündten derFranzösische Gesandter allen Fleiß ange-wendet die Abgeordnete dahin zu bewegen/daß siedie zwischen Spanien vnnd Franckr.auffgcrichte Capitulatlon eingehen sollen/hatesdoch nichts verfangen wöllen/ vnndman leichtlich vermuthet daß gemeldtePündkner von den Protcstlrenden Schwei-tzern/ Vencdigern vnd andern Aceord nitanzunemen angereitztvnnd persuadirt wür-den.

Weil nun die Bundtsverwandten in ge-meldtem Thal vnd an den Grentzen sich sehrsterckten/ die Frantzojen auch von dem Ge-birg wider ins Thal ruckten/, haben viel In-wohner sich von danncn gcmacht/vnd theilsnoch dem Hcrtzogthumb Meyland/theils ananderrOrth sich begeben/ deßwegen VonOon^ales cte Lorctua etliche CoMpanyenvitterdem -Obristen Perchio Befetch zuge-sich naher Riuazuerhcbcn / vnnd den Fran-tzosen dafern sie sich einige Vestung zu ma-chen vntcrstehen würden/ Widerstand zu-thun.

Weil auch der Heryog von Savoya wol»nacht tausent Mann an den Westquamerdeß Gcnesischcn 4ands bcyjanimcn h.utc/hatgemeldteHkrischafft dk Ob:. Brancaccio da-hin gesant/auffalles gut Obacht zuciuen.