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Fama || Avstriaca : Das ist/ Eigentliche Verzeichnuß denckwürdiger Geschichten/ welche sich in den nechstverflossenen 16. Jahren hero biß auff vnd in das Jahr 1627. begeben haben. Darin sonderlich die Böhmische Vnruhe vnd Außgang derselben/ neben viel andern sachen so sich fast in der gantzen Welt zugetragen/ erzehlet werden Sampt einem kurtzen Stam[m]Register deß Hochlöblichen Hauses Oesterreich
Entstehung
Seite
880
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S8o Gedenckwürdtger GefthtchtM

Werten selbigen Orts/welcher zimlich fennim 4and hinein wohnete /zuembokten/ daßerkommen sötte die Schiff zu besehen / dersich auch nicht faumbte. Es war ein alterMann von so. Iahren / hatte ein langenRock an / vnnd Strimpff von OrangieFärb/auch Schuch an seinen Füsten. Auffseinem Haupt hatte er ein grawen Hut/vnnddarauffein Feder von OrangieFarb / inseiner Hand ein vergüldten Münchsstab/der gleichsam sein Königlicher Scepterwar. Bey ihm hielte sich ein iunge FrawPerson von 17. Jahren/ hatte den leib obengantz bloß/ die Scham aber mit einem lei-nen T uch bedeckt / vnnd vmb den Hals einCorallen Paternoster. So bald nun derKönig zum Schiff kam / ließ er sich gantzi ftKich angehn vnnd hieß den General wil-?/ welcher ihn gantz henlich empfieng/l ind der Königin ein Hembk verehrte / wett?e alsbald vber das Haupt anzöge/ vnd' .x ; h mit einem Gürtel/den man ihr auchs ?/zu band. -Des Königs Kleidungh! von dem Adm^al ttLremir ge-st) welche er auch noch inehren hielt/j >cn darauff beyde in die Ka/ue einge-,htt/vi nd auffs beste empfangen vnnd ci-a-- > darneben warffvom König begehret/j di zulassen wott frische Spetß von dem4. zuholen / die Krancken auffs 4and zui en/vnnddie Schiff mit Nothturfft zu^ i.hen/ welches derselb alsbald gern be-tt iigte/ vnnddenseinenbefahl/daß nie-and den Holländern einige Verhinderung.hun/sondern sie frey Jagen/vnd alles wasauffdem4andkan -OrangienAepffcln/ Si-monen / vnnd allen dergleichen Früchtenwechst/folgen lasten solle / allein jotte nie-mand etwas auß den Gärten / oder Höfen/fobeydenHäujernmw Tabae/vnnd ande-ren Sachen bepflantzt stünden / ichtwas enk-frembden / weil solches bey seinen Vnder-thanen ein grossen Vnwillen wieder dieKrembdlingcn verursachen würde. Hierauffthete der König vnnd Königin ein gutenTrunck/die Soldaten würden in Ordnunggestett/dieMußqumen erstlich / darnachdie grosse Stück geloßt / in welchem derKönig ein grosses gefallen halte / als derauch für ein tapffern Kriegsmann gehal-ten sein wolle. Hatte bey sich zum Dol-metscher einen Henrich genannt / wel-cher etlich Jahr in Engelland gewohnt hat-te/vnnd viel Sprachen köndte / hatte sichauch kauffen lassen / so bald er aber wider zuHauß kommen vnnd ein Fraw genommen/sich wider zum Heydemhumb begeben < derKönig verehrte dem General 1. Rehböch/tamVnterweilen wider in das Schiff /sein bauch voll Holländischen Keß/Bonen/Speck / ließ auch bißweilen eine Flesch

Weins oder zwo auß dem Schiff holen/ da-mit sich vnnd seine Fraw lustig zumachen«Äemnach würden die Krancken mit erlaub-nuß deß Königs auff das 4andt gebracht/vnnd in einer langen Hütten fein in Hangen-den Schlaffbetten/ weil auffderErdzu li-gen gantz vngesund/ nach einander gelegt/auch alles was zu ihrer Erquickung dienet/verordnet / dieEapikein vnnd Fiseal zogenzum König hinauffinseine wohnung / wel-che von Bast vnnd Rohren gemacht war/der sie dann auff sein weiß stattlich empfiengvnnd rraüirle. Nach dem Esten ließ er sei-ner vmerthanen ein zimblichen Haussen mitihren Spwssen vnnd Schitten zusammenkommen/ stelle sie in Ordnung/vnnd machteein solches drillen oder auffhebcn/ daß manndessen/sonderlich wann sie wie Hauen aufffprungen/wol lachen muste. Er selbst heltsich für einen der besten Kriegshelden / pfle-get auch Grass Moritzen seinen Bruder zunennen. Seind nun tue Krancken fast dreyMonat lang also gelegen/auch immittelstetliche mit todt abgangen / vnangesehenfh-nc gnugsam erftischung zugebracht ward/sowo! von Fleisch oder Wiltbrak/als allerleyFrüchten. Die Matrosen giengen alle TagauffdieJagk.Nu trug es sich zu/daß sie aus,ein zeit ein seltzam wunder Thier amraffeman gestalt fast einer Frawen gleich/ hatte anbeyden Seilten deßHaupts lange Haar her-ab Hangen/Fuß vndHänd wie ein Mensch/dieses Thier fiengen sie lebendig/ vnd brach»ten es auff das Schiffden Belphin/ da esBrok/trunck Wasser/vnd so iemand schrie/schrie es mit/vnd ie länger ie härter / wannes trawrig war / legt es die Polen vnter dasHaupt vnd erzeigt sich fast! wie ein Mensch/derowegen etliche ein Nachdencken hat-ten j/ daß es ein verfluchte Fraw sein möcht/worffen es also in das Wasser da es dann er-soffen.

Nach ».Monaten so sie alhie zugebracht/kam der Vice Admiral Jan von Bück mitzwötff Schiffen / welcher mit dem GeneralBaudewin Henrichsm vor der Baye ge-wesen/aber von ihm gescheyden war / vnndfetzo als Admiral den Veron bey sich hatte/vnnd auch erftischung suchte/ die Hollän-der meinten anfencklich änderst nicht danndaß es Spanische Schiff wcren / welchesdiese von den andern auch meynten / wur-den.also auß diesen Schiffen die Kranckenauch auffs 4andt gebracht / immittelstber gieng der General 4amzu Segel/ vnndward beschlossen die Vestung Casteel cleKiina. sodiePortugisenin Guineamnha-ben/anzugreiffen / verlohr im außfahrenseinen vice Admiral mit -».Schiffen auß demgesicht/der segelte aber immer fort vnd kamvordem General zu grostcn Commenäo/

welcher'