EvgcnllickcVcrzcichnufi.
Schreibendchpfaly-graffen anSraff» vonThurni
iöbltchcr Ereyß augenscheinlich greifte/ daßweder Ihre KeyserltchcMascstät er oder an,dere nicht austblosse prTlumpnoncr gehen/so vbcrschicke er ihnen eine Copcy/was IhrerKeyscrlichcn Mafcstät Principal / Hauptvnnd noch wcrender Feinde ohnlängst aber-mal selbst mit eigenen Händen bekennt/ge-schrieben vnnd an Tag geben/ darauß ge-nugsam erscheine / daß diese Verfassungenvnd ^.Alonex fast zu cincm gemeinen Vor-haben gehen/ vnnd könne alles dasselbe altemzu blosserBefensiondeß Creyß durchaus nitangefangen oder gemeint seyn/sondern daßes noch weiter zu einem gemeinen der Inter-essierten Ziel vnnd Inntcnt gerichtet : daßauch deßwegen Sein deß Grasten einrückenindenCreyß / solche gefährliche heimlichePracticken zuverhindern/ vnnd den Creyßdarvon zucrledigen fortgehen müssen. Seydemnach den Sachen zu remcdiren/vnd Wei-lers vnhetl abzuwenden kein ander Mittel/als daß der Crelß Mit würci'licher Bisarmic-rung vnd Vollziehung an den, KcyscrlichenVatterlichen bcgereii ihren beständigen Ge-horsam würckilch erweisen : den Konig mH'innenmarck gleicher gcstallt zu der Btßar-mirung vmb der Ständt eigenen frommenwi llen vermögen.
Es war aber das von Pfalßgraffen anGrast von Thurnabgangmcs Schreiben/Wie von Grast TM mb naro den is.Se-prembris i6i5.drobcn angezogen/dieses In-halts:
Seine zwey Schreiben vom Fünffzehenvnnd >7,Augusti hette er gestern empfangen/erfrewc sich d^M.iß seinen behartlichö gutenAusiandl zu v. »lieinmen / danti es ihine nichtso wohl ergehen tön/ als er fhmc von Her.?enwündrsche/vnnd were shme sehr lcydc/ daßcrvas Elend bey der Manßfeldischcii Armeebette sehen sollen / es scyc ein groß Geidt vn-nützlich verspielet worden / er seye wohl sei-ner Meynung , daß wann die Könige nichtwerden Commillürioszu Außthcilung deßGeldtes verordnen/vnd mit der Bezahlungbesser innhaltcn/ daß nichts Fruchtdarlichcszu boffen / dann nichts genug eine Armeeauff dlc Beine zubringen/ sondern sie mußauch conscruicrct werden/ er erfrewc sich daßes steh in Italien zur besscrung anlest. AußKranckreich schreibe man daßder Friedt mitden Acligions Verwandten gejchiostcn/vnnd die Tractaten mtt dem Päbstlichen -be-gat gänylich zerschlagen/ daß eiii anschcnlichVolctdem o>c>nnc.itai)ilczugejch!ei't werde/der König auß Bcnnenniarco seyGB)TTtob/wol aust/verbleib noch bestetidig m sei-nem guten vornehmen / starck sich täglich/wie er vannoch aust zehen tausend! zu Fußpateinaaupgeben/aber mann Niüß »hm Wi-der die Arm vrctsten/ er zweifle weht/ En-
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gellant werde das seinige thun die 5vrenjll'.Kcpubiica köndtefhr Gtldt nicht ftuchtbaf-lichcr außgcben / als diesen König auffdenBeinenzuerhalten / Tilly hausier vbelimHertzogthumb Braunschweig/vnnd seyn dieFürsten im ??ider Sächsischen Creyß klein-mütig / weilen sie so ein starcken Nachbarnhaben/ vnnd in keiner Versass,ng sich befin-den. Bcr-Obrist vonHbcrkraut sey Gene-ral-L.cmenandk von der Eauallcria / lndcsKönige Armada / die Engclländische Flo-tha sey zur See/was ihr vornehmen /wiß ernicht/Gott geb/daß sie wasguts außrich-ten / obdielläpa clc roclozloz tanroz einge-nommen/oder nichceingenommen/sey nochzwcifltch/vnndhttt mann noch nichts / alswas die Spanische aufsprengen / Tenchcnasey wol lang vnder wegs gcwcscn/sctne 4andsleuth haben ihn drey Wochenzu Parssauff-gchaltcn/da cr dic zclt mit 'Ptckhcr spielen zu-gebracht / es thut ihm wol sehr lcydt / an sei-ner gutcnGcscllschastt beraubt zu scyn/künst-tigc Wochen werd er mit seiner Gemahlinnach orc verreisen/ vnnd ein Tag oder achtdtezcit mitIagenzubrmgen/dcr König außVngarn/hab gany keine Schreiben von sinempfangen/wie^cuircluz, so zu Pcrltn/be-richt / aber wol von »hm durch andere weg/hoste Scraßburg wlrdt nunmehr angelangtseyn/Er »volle Ruß5orff befehlen nachmalsErinnerung seines Vnterhalts zu thun. Erchltt Gott/daß er »hiltange zeit bey guter Ge-> sundhcit wolle erhai cen/vird »hm einmahl wi-der in das shrige verhelften.
EtrcrganßgctrcwcrFrcuiidt
Friederich
lVlonÜLur^lonllcpr rcconrecleia ^oura Venil'e.
Auff dieses vlelfelkiges hin vnnd widcrSchreiben scind WstichBüchscnvnd schwer-tcr erfolget.Bann nach dem dcrManßfcldcrvnd Halbcrstättcr H.Christian vonBraun-schweig lttit iZ.c>oo.Ku Fuji vnd üo-zo.Psirdkauß ?lidcrland vbcr d»e Maaß ausfClcuc/Emmerich vnnd Rceß durch das Ery-SifftCölln nüht ohn raub vnnd Brandt gezogen:Auch der Bbcrst Gcnd der der GraffschasttÄavcnspung sich bänlächtigct / vnnd dieStatt Bilfeldt mtt list eingenommen/ mndem etliche Junge Bursch inBawrcnfra-wcn Kleidern sich austden Abend hineingc-maeht/vnnd nachts dieThor eröffnet/ v!,nd»hn Gcnd mit seinem Volck hinein gelassen/welchcsHrth doch bald »vidcr vbcrgcbcn wordcmÄlo hatauchHerr GencralTyin/wellsonderlich daß Bcnncmarekisch gewordenKriegsvotck »c läiiger »c inchr deWeserstroinsi ch geiiähcrt/ seiner Schany zeitlich wargc
V u u u lii iioniMtii/